11.07.2009, 16:19 Uhr
Rinaldo Nocentini (Foto: dpa)Lance Armstrong und Alberto Contador hielten die Füße still, dafür stand die zweite schwere Pyrenäen-Etappe ganz im Zeichen der Ausreißer: Luis Leon Sanchez holte sich den Tagessieg nach 176,5 Kilometern in Saint-Girons. Der Spanier vom Team Caisse d'Epargne setzte sich im Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe vor dem Franzosen Sandy Casar und Mikel Astarloza (Spanien) durch.
Rinaldo Nocentini verteidigte das Gelbe Trikot, musste aber hart dafür kämpfen. Am Ende erreichte der Italiener mit dem Hauptfeld um Armstrong, Contador und Milram-Kapitän Linus Gerdemann 1:54 Minuten nach dem Tagessieger das Ziel. "Nach dem ersten Anstieg hatte ich befürchtet, mein Trikot zu verlieren, aber dann ging es wieder. Morgen wird es nochmals sehr schwer, aber dann kommt der Ruhetag und ich kann gelassen dem Wochenbeginn entgegensehen", sagte Nocentini.
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Die weiter auf den Plätzen sechs und sieben liegenden deutschen Profis Andreas Klöden und Tony Martin, der sein Weißes Trikot verteidigte, unterstrichen einmal mehr ihre Top-Verfassung und waren ebenfalls im Hauptfeld vertreten. "Das Weiße Trikot trägt mich über die Berge. Hoffentlich kann ich es noch eine Weile verteidigen, aber es kann auch passieren, dass die Kraft nachlässt" meinte Columbia-Ass Martin.
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Die Etappe verlief von Beginn an sehr nervös. Unzählige Fahrer ergriffen auf dem Weg zum 2408 Meter hohen Port d'Envalira die Flucht, Nocentinis Team AG2r schien mit der Situation zunächst völlig überfordert. Die Astana-Mannschaft beteiligte sich nicht an der Führungsarbeit und beschränkte sich darauf, bei jeder Attacke einen Fahrer loszuschicken.
Jubel beim Tagessieger Sanchez (Foto: Reueters)Erst als der Vorjahreszweite Evans sich absetzte, ergriff das Team von Armstrong und Contador die Initiative. Erst eine zehnköpfige Gruppe um den Norweger Thor Hushovd und den späteren Etappensieger Sanchez ließ man schließlich fahren. Der Cervelo-Star Hushovd gewann die beiden Sprint-Wertungen in Luzenac und Tarascon-sur-Ariege und nahm dem Briten Mark Cavendish (Columbia) das Grüne Trikot ab.
Am Col d'Agnes, einem Berg der ersten Kategorie, griff der Luxemburger Andy Schleck 54 Kilometer vor dem Ziel aus dem Feld heraus an. Alle Favoriten folgten dem Saxo-Bank-Fahrer, jedoch wurde Nocentini kurzfristig um bis zu 30 Sekunden distanziert. Der Italiener kämpfte sich bis zum Gipfel wieder an das Feld heran.
Vor dem ersten Ruhetag am Montag in Limoges steht am Sonntag die letzte Kletterpartie in den Pyrenäen auf dem Programm. Auf dem 160,5 Kilometer langen Teilstück von Saint-Gaudens nach Tarbes ist dabei zum 74. Mal der Col du Tourmalet zu bewältigen. Der mit 2114 Metern höchste Straßenpass in den französischen Pyrenäen weist auf dem 17,1 Kilometern langen Anstieg eine durchschnittliche Steigung von 7,4 Prozent auf.
Quelle: t-online.de , sid
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