18.02.2012, 15:39 Uhr
Tino Edelmann war mächtig sauer. Obwohl der Wind kräftig von der Seite blies, schaltete die Jury die Ampel für den Vizeweltmeister auf grün. Was dann beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Klingenthal folgte, war eine Farce, die den achten Platz von Fabian Rießle und den Sieg des Japaners Akito Watabe in den Schatten stellte. Edelmann verweigerte den Sprung - und wurde gemäß der Regeln disqualifiziert.
"Wir haben ausgemacht, dass ich nur dann springe, wenn Ronny abwinkt. Ich akzeptiere die Disqualifikation, die Sicherheit geht vor", sagte Edelmann. Bereits beim Training war der Thüringer vom Seitenwind erfasst worden, gestürzt - und wie durch ein Wunder unverletzt geblieben. Es war Edelmanns vierter Sturz der Saison.
Ein Risiko wollte Trainer Ronny Ackermann deshalb nicht eingehen und riss seine stark im Wind flatternde Fahne nach oben, statt seinen derzeit besten Springer von der Schanze zu lassen. "Der Wind blies mit fast fünf Metern pro Sekunde von der Seite. Wenn da einer stürzt, kann die ganze Laufbahn dranhängen. Das ist es nicht wert", sagte Ackermann, der seinem Schützling bei den Team-Containern erleichtert über dessen Verzicht um den Hals fiel.
So herrschte im deutschen Lager vor allem Unverständnis gegenüber den Verantwortlichen an der Schanze. "Es geht um die Sicherheit der Springer. Man kann da nur maximal sauer auf die Jury sein", sagte Weltmeister Eric Frenzel. Auch Ackermann verstand nicht, "warum die Ampel überhaupt auf grün stand". Die Jury verteidigte sich damit, dass der Wind zum Zeitpunkt der Freigabe regelkonform wehte und erst danach stärker wurde.
Solch eine Entwicklung hatte am Vortag auch zum Sturz von Edelmann geführt, doch da hatte Ackermann ihn schon vom Bakken gelassen. Schlimmer hatte es den Italiener Alessandro Pittin erwischt. Der dreimalige Saison-Sieger brach sich bei seinem Sturz die Schulter.
Rein sportlich lief es ebenfalls nicht nach Wunsch für die deutschen Kombinierer. Mit Youngster Rießle als besten DSV-Athleten auf Platz acht war niemand zufrieden. Björn Kircheisen, bei dem es nur für Platz 13 reichte, war sogar mächtig sauer: "Wir waren vom Material her nicht konkurrenzfähig." Problematisch war für die Techniker die Mischung auf der Strecke: Im Skistadion lag Kunstschnee, im Wald dagegen Naturschnee.
Unbeeindruckt davon lief der Japaner Watabe souverän zu einem Start-Ziel-Sieg. Bereits beim Springen hatte er die Konkurrenz mit einem Flug auf 144 Meter weit hinter sich gelassen. Den Vorsprung ließ sich Watabe im Skilanglauf über zehn Kilometer nicht mehr nehmen und setzte sich vor Olympiasieger Jason Lamy Chappuis aus Frankreich und dem Österreicher Bernhard Gruber durch.
Quelle: dapd
hgzuber schrieb:
am 18. Februar 2012 um 17:49:58
(52)
(1)
Sprung Jury
Logisch sagen da im nachhinein die Jury bei Freigabe war der Wind OK.
Warum setzt man Menschen ein die nicht Schuldfähig
sind.
Wenn dem Springer was passiert wäre hätten die Flachmänner die Schuld beim Springer und beim Trainer gesucht.
Hallo Jury, das ist keine Freizeitveranstaltung hier trägt man Verantwortung, nur hier wa das ein Fremdwort für Euch
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Kalle schrieb:
am 18. Februar 2012 um 16:35:46
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(13)
Tom Hilde
hat letzte woche gesagt, dass er sich mehr stürze wünscht, weil sie skispringen noch interessanter machen. verstehe das zwar
nicht wirklich, aber wenn ein springer, da sich vor kurzem erst schwer verletzt hat, so äußert, dann ist es auch schwer für die jury richtige entscheidungen zu treffen!
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Springer schrieb:
am 18. Februar 2012 um 16:21:55
(49)
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Edelmann
Nun versteht doch die Veranstalter, da haben sie eine so neue teure Schanze gebaut und die muß sich doch refinanzieren. Und Stürze
beleben das Geschäft. Was zählt da schon das bischen Gesundheit oder Leben der Springer. Edelmann hat das einzig richtige getan, den Sprung verweigert Das sollten die anderen Sportler auch tun. Sicherheit geht vor.
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