23.02.2011, 18:31 Uhr | sid
Michael Uhrmann (re.) und Severin Freund (3.v.re.) sind beim DSV-Team als WM-Springer bereits gesetzt. (Foto: imago)
Mit dem zweimaligen Saisonsieger Severin Freund und Routinier Michael Uhrmann gehen die deutschen Skispringer in die erste WM-Entscheidung am Samstag (ab 15.00 Uhr im t-online.de Live Ticker) auf der Normalschanze in Oslo. "Die beiden sind gesetzt für den ersten Wettkampf, sie können sich in Ruhe vorbereiten. Die anderen beiden Startplätze werden nach den Trainingssprüngen vergeben", sagte Bundestrainer Werner Schuster.
Bei den ersten drei Trainingssprüngen zeigte Vize-Weltmeister Martin Schmitt von den vier Wackelkandidaten die beste Leistung. Sein erster Sprung auf 102,5 reichte für Platz sieben. Beim dritten Versuch stürzte Schmitt allerdings auf 68 Meter ab und wurde Letzter.
In den kommenden Tagen fällt Schuster nach drei weiteren Sprüngen die Entscheidung, wer neben Freund und Uhrmann zum Auftakt springen darf. Freund steigerte sich im Training langsam und sprang beim dritten Versuch mit 103 Metern auf Platz acht, Uhrmanns bester Satz ging auf 98,5 Meter, das reichte im ersten Durchgang für Rang 30.
Schuster schenkt den beiden stabilsten deutschen Springern des Winters frühzeitig sein Vertrauen, "um nicht zu viel Pulver zu verschießen. Es ist wichtig, dass sie sich mental einstellen können." Freund und Uhrmann gelten als gefährliche Außenseiter im Kampf um die Medaillen. "Die kleine Schanze müsste uns ganz gut liegen, von unserer Sprunganlage her sind wir da neben den Österreichern sehr gut aufgestellt. Wir wollen gleich in der ersten Woche unser ganzes Können zeigen", sagte Schuster.
Der 22-jährige Severin Freund startet selbstbewusst in die nordische Ski-WM in Oslo. zum Video
"Ich habe deutlich gemacht, dass ich mich da oben breit machen will", sagte Freund, "aber um am Tag X vorne zu sein, müssen 100 Faktoren stimmen, von denen ich nicht alle beeinflussen kann." Deshalb legte sich der 22-Jährige für seine erste WM eine ganz besondere Taktik zurecht: "Ich denke nicht großartig darüber nach, was passieren könnte. Dass ich gut drauf bin, habe ich in diesem Winter schon gezeigt, dass ich vorne sein kann auch. Ich habe mir nicht das Ziel gesetzt, eine Medaille zu gewinnen oder sonst was", sagt er.
Pascal Bodmer sprang hingegen dreimal auf 98 Meter, das reichte im dritten Durchgang für Rang 20. Michael Neumayer mit Platz 30 (99,5 Meter) im ersten und Richard Freitag als 29. (99,5) im zweiten Durchgang hatten ebenfalls noch Luft nach oben. Der polnische Mitfavorit Adam Malysz war im ersten und dritten Durchgang mit je 103,5 Metern Punktbester, im zweiten hatte der Finne Matti Hautamäki mit 106 Metern die Nase vorn. Tagesbestweite landete der Österreicher Martin Koch mit 107 Metern.
Quelle: sid
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