04.03.2011, 16:54 Uhr | sid, t-online.de
Fotofinish am Ende eines spannenden Team-Rennens der Kombinierer: Österreichs Stecher (re.) bezwingt Deutschlands Edelmann. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die nordischen Kombinierer um Einzel-Weltmeister Eric Frenzel haben in Oslo auch beim zweiten Versuch das erste Team-Gold bei einer Nordischen Ski-WM seit 1987 verpasst. Wie schon beim Wettbewerb auf der Normalschanze musste sich der aufopferungsvoll kämpfende Schlussläufer Tino Edelmann auch nach dem Springen von der Großschanze und dem 4x5-km-Langlauf im Endspurt dem Österreicher Mario Stecher geschlagen geben - nach Zielfotoentscheid.
Edelmann bilanzierte: "Ich ärgere mich wahnsinnig darüber, dass ich es nicht geschafft habe. Stecher war den Tick besser. Ich habe alles gegeben. Und es hat so ausgesehen, als würde ich es schaffen. Ich wollte Stecher unbedingt schlagen. Es hat wieder mal eine Winzigkeit gefehlt. Es ist ein Fluch."
Noch deutlicher packte Frust und Enttäuschung Björn Kircheisen in Worte: "Ich finde es zum Kotzen!" Kircheisen hatte das Quartett des DSV zurückgebracht ins Titelgeschäft, nachdem Johannes Rydzek etwas Boden eingebüßt hatte. 32 Sekunden hatte der deutsche Rückstand auf die führenden Franzosen nach dem Springen von der Großschanze betragen. Kircheisen holte bereits sein achtes Silber bei einer WM: "Fünf Zentimeter sind bitter. Ich weiß nicht, was wir verbrochen haben."
Mit der sechsten Medaille in Oslo verbuchten die DSV-Kombinierer die beste WM-Bilanz eines Verbandes in der Geschichte. Startläufer Rydzek, Kircheisen, Frenzel und Edelmann hatten diesmal nur 0,1 Sekunden Rückstand auf die Olympiasieger aus der Alpenrepublik. Dritter wurde ebenfalls wie im ersten Wettbewerb Norwegen. Bundestrainer Hermann Weinbuch war voll des Lobes: "Hut ab vor meinen Jungs. Sie haben brutal gekämpft. Wir haben einen WM-Titel und einen Haufen Medaillen."
Bei der Nordischen Ski-WM startet der zweimalige Langlauf-Weltmeister erstmals wieder nach langer Verletzungspause. Wird er bald triumphieren? zum Video
In der Loipe war es zunächst nicht nach Wunsch gelaufen. Rydzek konnte die Taktik, den Rückstand zu verkürzen, nicht umsetzen. Im Gegenteil: Der Oberstdorfer fiel hinter Österreich und Norwegen auf Rang vier zurück. "Ich habe schon am ersten Anstieg gemerkt: Das ist nicht mein Tag. Hinten raus war es nur noch Kampf", analysierte der 19-Jährige. "Mir war klar, dass er bei vier Rennen in sieben Tagen irgendwann müde wird. Er ist ja noch ein Junior", meinte Weinbuch.
An Position zwei führte Kircheisen die DSV-Staffel dann nach vorne und wechselte im Windschatten von Österreich als Zweiter. "Das war eine hervorragende Vorstellung. Es war sehr wichtig, dass er uns wieder ins Spiel gebracht hat", lobte Weinbuch den mit 27 Jahren erfahrensten Athleten im jungen deutschen Team. "Ich habe das Maximum herausgeholt und war ganz schön am Anschlag", sagte Kircheisen.
Auf der dritten Schleife lieferte Frenzel dem dreimaligen Olympiasieger Felix Gottwald einen großartigen Kampf. Der Oberwiesenthaler hielt das Tempo des laufstarken Österreichers und baute den Vorsprung auf die drittplatzierten Norweger weiter aus. So kam es wieder zum Duell zwischen Edelmann und Stecher, bei dem am Ende alles Daumendrücken nichts half. "Das zehrt ganz schön an den Nerven. Es ist schon ein bisschen ärgerlich", sagte Frenzel.
Letztmals hatten deutsche Kombinierer mit dem heutigen Bundestrainer Hermann Weinbuch vor 24 Jahren in Oberstdorf einen Teamwettbewerb bei der WM für sich entschieden.
Quelle: sid , t-online.de
Fischi schrieb:
am 4. März 2011 um 22:51:06
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Der Fluch!!!!
Silber oder Gold -- in einer Woche interessiert dass niemanden mehr :-)
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Hedi meint: schrieb:
am 4. März 2011 um 19:22:32
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Nordische Kombination
Glückwunsch Jungs,Euch gehört die Zukunft!
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schroderfreund schrieb:
am 4. März 2011 um 18:58:28
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@läufer
Zielfotoentscheid ärgerlich, aber korrekt
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