10.09.2010, 11:47 Uhr | dpa
Katarina Witt steht an der Spitze von Münchens Olympia-Bewerbung. (Foto: imago)
Katarina Witt, Münchens Front-Frau für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018, hat die kritischen Worte von Uli Hoeneß und Markus Wasmeier zurückhaltend erwidert. "Vielleicht hat das Uli Hoeneß ja auch als Scherz gemeint und gar nicht so ernst", sagte Witt in einem Interview der "Abendzeitung". Bayern-Präsident Hoeneß hatte gesagt, dass er nicht glaube, Witt könne den zurückgetretenen Willy Bogner gleichwertig ersetzen. Wasmeier sagte, dass der zu aktiven Zeiten in Chemnitz beheimatete Kufen-Star in Bayern und München keine Akzente setzen könne.
Trotz zahlreicher Forderungen nach Unterstützung für Katarina Witt im Kampf um Olympia 2018 sieht Geschäftsführer Jürgen Bühl die Münchner Bewerbung mit der zweifachen Olympiasiegerin an der Spitze gut aufgestellt: "Wir haben eine sehr gute Wahl getroffen. Katarina hat bisher alles gut gemacht und wird das auch in Zukunft tun. Sie lebt den Traum", sagte Bühl.
Zur harschen Kritik von Hoeneß entgegnet Witt: "Wenn ich jetzt versuchen würde, mich für eine bayerische Fußballmannschaft zu qualifizieren, dann würde ich das ja einsehen. Dafür wäre ich natürlich gänzlich ungeeignet. Aber zum einen komme ich ja aus dem Wintersport, und zum anderen finde ich, jeder sollte einfach eine Chance bekommen," sagte Witt und befindet Hoeneß' Kritik an ihrer Person als verfrüht. "Ich könnte ja verstehen, wenn er das in zehn Monaten sagt, dann hätte so eine Kritik vielleicht eine Grundlage. Aber jetzt, einfach so?"
Witt setzt gerade auf Persönlichkeiten wie den Alpin-Olympiasieger Wasmeier. "Wir brauchen die bayerischen Lichtgestalten. Leute aus den Orten selbst, die dort beliebt sind. Sie sind enorm wichtig für unseren Traum. Ein Sympathieträger wie der Wasi, der aus den Bergen kommt, kann viel bewirken in der Region", sagte sie. Die 44-Jährige will auch die rund 100 Olympia-Botschafter "noch mehr einbinden". Das sei eines ihrer Hauptanliegen, sagte die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin.
Katharina Witt soll den Bewerbungsprozess für Olympia 2018 in München maßgeblich unterstützen. zum Video
Doch auch auf ihr eigenes Charisma will sich Witt verlassen. Sie wisse genau, was für eine Herausforderung sie angenommen habe, wolle sich dieser aber stellen: "Man kann den Job nicht trainieren, er steckt voller Überraschungen. Aber ich ordne die Aufgaben Schritt für Schritt." Dass sie selbst an drei Olympischen Spielen teilgenommen habe, helfe ihr enorm: "Die Leute merken sofort, mit was für einer Leidenschaft ich dahinter stehe."
Quelle: dpa
OSSI82 schrieb:
am 12. Januar 2011 um 12:09:01
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Kati Witt
,sie tut mir eigentlich leid,weil ich denke, daß sie für diese Sache nur den Sündenbock spielen soll. Denn von dieser Olympiade
haben sich die Politiker schon lange verabschiedet. Und wenn hier einige Biersäufer Schmutzkübel ausschütten, so kann man nur sagen, diese werden alle noch erwachen, ob ihres Unvermögens!
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user1 schrieb:
am 4. November 2010 um 16:36:08
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Olympia in München
So reizvoll das auch sein mag - doch wer soll das bei den z.Zt. übermäßig hohen Schulden der öffentl. Hand bezahlen?
Ich glaube es gibt wichtigere Aufgaben in Deutschland. Es fehlt doch überall an allen Dingen des Lebens, und da so eine Party für Wintersportler - oder die, die sich dafür halten - mit Steuergeldern ausrichten, ist einfach eine Unverschämtheit.
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Munich-for-Olympics schrieb:
am 15. September 2010 um 20:14:28
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Kati W.
Die Spiele sollen ja auch athletenfreundlich sein - als dreimalige Olympia-Teilnehmerin sowie Doppel-Olympiasiegerin denke ich schon,
dass Kati Witt da viele Erfahrungen mit einbringen kann.
Sebastian Coe hat ja auch als zentrale Figur die Spiele gegen den haushohen Favoriten 2005 in Singapor nach London 2012 geholt mit einer thematischen Zielsetzung, die Jugend zu inspirieren.
In Bayern will´s ja auch anscheinend kein Spitzensportler machen!
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