09.06.2011, 11:34 Uhr
Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld geht mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hart in Gericht: Der ehemalige Bundesliga-Meistercoach bezeichnete den Rahmenterminkalender der UEFA mit den EM-Qualifikationsspielen Anfang Juni als "Katastrophe".
"Er beinhaltet, dass eine Nationalmannschaft am 3. oder 4. Juni ein Spiel hat, obwohl die einzelnen Ligen in Etappen aufhören. Das ist ein Unding. Es kann nicht sein, dass zwischen dem 14. Mai und 4. Juni eine dreiwöchige Pause eingelegt wird", sagte der 62-Jährige in einem Interview im "kicker" in Bezug auf das Bundesliga-Finale am 14. Mai.
Man könne die Nationalmannschaften keineswegs für drei Wochen zusammenziehen. Deshalb hätten die Nationaltrainer ein Riesenproblem, die Spieler müssten auf Urlaub verzichten, und "die meisten Vereine beginnen um den 20. Juni wieder mit der Vorbereitung". Warum müsse ein Champions-League-Finale an einem Samstag stattfinden, was die Saison noch zusätzlich in die Länge zieht, fragte Hitzfeld. "Bei diesem Spiel kann man meinetwegen eine Ausnahme machen, dann sind es halt zwei Wochen. Aber drei Wochen sind eindeutig zu lang."
Außerdem hätte das Finale der Champions League eine so überragende Bedeutung, dass man es auch auf einen Mittwoch legen könne. "Auch das Pokalfinale muss nicht an einem Samstag stattfinden", sagte Hitzfeld weiter.
Aufgrund der vielen Spiele, so Hitzfeld weiter, "herrscht diese Terminnot, da muss man flexibler agieren". Hitzfeld selbst wisse nicht, nach welchen Kriterien die Verbände entscheiden, ob Sponsoren ein Mitspracherecht haben oder die TV-Anstalten. "Es geht ja ums große Geld. Viele Spieler und Trainer leiden darunter. Dem wahren Fußball ist damit nicht gedient."
Hitzfeld verweist auch auf die mentalen Probleme: "Es ist logisch, dass die Spieler schon ein bisschen abschalten", sagte der einstige Trainer von Borussia Dortmund und Bayern München. Vor allem müsse man die medizinischen Aspekte berücksichtigen, "die Verletzungsgefahr ist größer, wenn man nicht kontinuierliche Spielpraxis hat und von null auf hundert starten muss."
Hitzfeld habe im Rahmen des EM-Qualifikationsspiels der Eidgenossen in England (2:2) mit seinem Kollegen Fabio Capello gesprochen. "Capello hat nicht nur geschimpft, sondern geflucht, was das für ein Unding ist - obwohl sie in England bis zum 22. Mai gespielt haben."
Quelle: sid
Peter schrieb:
am 9. Juni 2011 um 18:52:37
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lauter Ablenkung---Schweini war nach der WM der schlechtes---schon immer zu langsam
Müllerchen hat seit einem Jahr alle seiner vielen
Chancen versiebt--zählt die vielen schönen Anspie--Gomez macht ständig egomanische Abgabefehler---und alle merken das gerade wegen Hitzfeld
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tikko schrieb:
am 9. Juni 2011 um 16:29:07
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Terminplanung UEFA
wenn ich mal Zeit haben sollte werde ich die armen, überarbeiteten Fußballer bedauern! So wie die "arbeiten"
möchten Sportler anderer Disziplinen gerne Urlaub machen.
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insignia schrieb:
am 9. Juni 2011 um 16:12:02
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hitzfeld
o. hitzfeld (und auch andere kritiker) haben vollkommen recht. ausserdem gibt es viel zu viele länderspiele. der qulifikationsmodus
muss dringend geändert werden, d.h. die kleineren fussballnationen sollten erst eine qualifikationsrunde spielen und die sieger dürfen dann bei den "grossen" mitspielen. nicht vergessen darf man die unnötigen "testspiele" auch wenn unser J.L. meint, dass diese wichtig wären.
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