06.11.2011, 13:35 Uhr
Claudia Pechstein zeigte der Konkurrenz zum Saisonauftakt die Kufen. (Quelle: imago)
Zweimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat bei den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Inzell einen ganz starken Saisonauftakt gefeiert. Nach dem Titel über die 3000 Meter holte die 39-Jährige in 7:08,44 Minuten über die abschließenden 5000 Meter auf der zweiten Langstrecke ungefährdet ihren 15. nationalen Titel.
Auf den 1500 Metern verpasste sie Gold um lediglich 14 Hundertstelsekunden. Sogar auf den 1000 Metern landete Pechstein mit Bronze auf dem Podium. In Abwesenheit der Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert (Rückenprobleme) konnte keine Läuferin Pechsteins Titeljagd auf den Langstrecken ernsthaft gefährden. Während die Rückkehrerin auf den 3000 Metern noch drei Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte Isabell Ost gehabt hatte, waren es auf den 5000 Metern bereits mehr als 14 Sekunden. Katrin Mattscherodt (7:22,72) landete deutlich hinter Pechstein.
"Das ist schon traurig, dass ich es immer noch so leicht habe, da vorne mitzulaufen", hatte die 39-Jährige bereits vor den Wettkämpfen gesagt. "Ich habe meine Ziele erreicht", sagte Pechstein danach zufrieden lächelnd. "Eigentlich sogar besser als erwartet", ergänzte sie angesprochen auf ihre Bronzemedaille über die 1000-Meter-Distanz. Zum Auftakt ihrer ersten kompletten Eisschnelllauf-Saison seit ihrer zweijährigen Sperre wegen erhöhter Retikulozyten-Werte setzte die Berlinerin gleich ein dickes Ausrufezeichen. Nicht nur mit ihren Medaillen, sondern auch mit ihren Zeiten, dank derer sie nun auch bei den Weltcups über 1000 Meter und 1500 Meter starten darf.
"Ich denke schon, dass das Eindruck gemacht hat", sagte Pechstein über ihre 4:08,64 Minuten über die 3000 Meter. Und auch ihre Zeit über die 1000 Meter (1:07,64) war fast noch eine Sekunde besser als eine Woche zuvor bei einem Testrennen in Erfurt. Für Pechstein gab es auf der Kurzstrecke aber noch eine andere Genugtuung: "Ich habe mein Ziel erreicht und Heike Hartmann und Gabriele Hirschbichler geschlagen, und nicht zu vergessen Jenny Wolf." Für die anstehende Saison fühlt sie sich bestens gerüstet: "Richtig fest einplanen kann man Medaillen ja nicht, aber eingeplant sind sie", sagte die sechsmalige Weltmeisterin und dreimalige Europameisterin mit Blick auf die kommenden Großevents. Und bei den Weltcups will sie es locker angehen lassen: "Mal sehen, was auf den 1000 Metern und auf den 1500 Metern drin ist."
Neben Claudia Pechstein überzeugten vor allem die Berliner Monique Angermüller und Samuel Schwarz mit jeweils zwei Titeln. Die 27-jährige Angermüller hatte über die 1500 Meter und die 1000 Meter ihre Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Während ihre Zeit auf der kürzeren Distanz mit 1:16,20 sehr gut war, freute sich die fünfmalige deutsche Meisterin doch mehr über ihren Sieg auf der schwierigeren 1500-Meter-Strecke. "Selbst am Abend habe ich noch kopfschüttelnd auf der Couch gesessen. Das war einfach unglaublich", sagte Angermüller.
Bei den Männern triumphierte Schwarz. Der 28-Jährige holte über beide Sprintstrecken Gold und damit seine Meistertitel neun und zehn. Während der Berliner die 500 Meter knapp vor Nico Ihle gewann, ließ er seinen ärgsten Konkurrenten aus Chemnitz über die 1000 Meter mit einem Riesenvorsprung von zweieinhalb Sekunden hinter sich. Eine große Überraschung war dem Lokalmatador Moritz Geisreiter gelungen. Der Inzeller 2-Meter-Mann hatte über die 5000 Meter seinen ersten Titel gewonnen und Patrick Beckert knapp geschlagen.
Quelle: sid
ische schrieb:
am 6. November 2011 um 19:36:58
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pech stein
naja , die 3000m zeit ist wahrlich nichts dolles ... beim start der titelverteidigerin wäre die definitv nicht erste geworden
.... die ist wie koks-schwimmerin-otto ... nichts wissen aber sich immer präsent halten
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Michael schrieb:
am 6. November 2011 um 17:16:09
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kein Macht den Dopern
Pechstein sportlich überragend, doch eigentlich dürfte sie gar nicht mehr dabei sein.
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Kenner schrieb:
am 6. November 2011 um 17:13:40
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Allgemein
Beim Sport gibt es nur gespielte Freundschaften! Die sind sich alle nicht grün.
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