17.04.2011, 12:44 Uhr
Nico Rosberg beim Boxenstopp (Foto: imago) (Quelle: imago)
Zu sparsame Schwaben: Eine peinliche Tank-Panne hat Mercedes nach einer eigentlich starken Leistung um den möglichen ersten Podiumsplatz der Saison gebracht. Nico Rosberg war trotz des beachtlichen fünften Rangs und seinen ersten zehn Punkten der laufenden Formel-1-Saison nach dem Rennen in China jedenfalls stocksauer.
"Ich bin total enttäuscht, da war viel mehr drin", sagte er und musste seine Emotionen sichtlich im Zaum halten. "Dass Nico sauer ist, kann man verstehen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der eigentlich ein "Hammer-Rennen" gesehen hatte und "happy" war. Mit dem Sparen habe es man "natürlich unbewusst ein bisschen übertrieben", sagte der Schwabe auf eine entsprechend ironische Nachfrage von RTL-Experte Niki Lauda.
Man habe das Auto "aufgrund der Werte aus den Tests betankt. Doch wenn man schneller fährt, verbraucht man auch mehr Sprit", erklärte Haug den Fauxpas. Damit wurde den Silberpfeilen praktisch ihr eigener Aufwärtstrend zum Verhängnis, denn eine solche Entwicklung beim Speed hatten sie offenbar selbst nicht erwartet.
"Unsere Autos waren heute wettbewerbsfähig und ohne unseren Krafstoffmangel wären hier für Nico und Michael nicht nur sehr gute Rundenzeiten, sondern auch sehr gute Ergebnisse möglich gewesen", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche, der selbst beim Rennen in Shanghai zu Gast war.
Rosberg, der das Rennen über einige Runden sogar angeführt hatte, musste plötzlich mehrere Rivalen passieren lassen. "Ich musste Sprit sparen. Und wer Sprit sparen muss, muss andere vorbeilassen", sagte er frustriert. Nach dem unverschuldeten Ausfall von Australien und dem verpatzten Start von Malaysia die nächste Ernüchterung für den 25-Jährigen, dem nahezu alle Experten das Potenzial eines künftigen Weltmeisters bescheinigen.
Mercedes-Pilot Nico Rosberg erklärt Bedeutung und Beschaffenheit der Formel-1-Reifen. zum Video
Am Sonntag kostete ihn die Tank-Panne ein greifbar nahes Podium. "Unser Speed war endlich prima, gut genug, um in der Spitzengruppe um den Sieg zu kämpfen", sagte Haug. Auch Rosberg erklärte, er habe "weit vorne reinfahren können".
Diese Erkenntnis, flankiert vom besten Saison-Ergebnis von Rekordweltmeister Michael Schumacher mit Rang acht, machen bei Mercedes aber Mut für die Zukunft. "Wir haben einen Riesenschritt gemacht, das macht Hoffnung", sagte Rosberg: "Wer hätte überhaupt gedacht, dass ich hier das Rennen anführe, das ist ja unglaublich."
Haug will sein Team "sicher nicht als Favoritenschreck" sehen, ist vor der dreiwöchigen Pause bis zum nächsten Rennen in der Türkei aber optimistisch. "Wir arbeiten weiter, wir verstehen das Auto besser", sagte er: "Das wichtigste ist, dass der Speed stimmt. Wir haben uns in die Verfolgergruppe gehängt und wollen uns stabilisieren. Dann haben wir mit Sicherheit eine schöne Saison vor uns."
Schumacher wollte sich nach dem Rennen "nicht beklagen". Ihn störte allenfalls, dass er zu Rennbeginn hinter Force-India-Pilot Adrian Sutil und dessen Teamkollege Paul di Resta hängen geblieben ist. "Ansonsten wäre es ein noch schöneres Rennen gewesen", sagte er.
Haug lobte den 42-Jährigen nach der Aufholjagd vom 14. Startplatz auch so in den höchsten Tönen: "Er war der Überholkönig des Rennens." Red-Bull-Pilot Mark Webber, der von Startplatz 18 auf Rang drei vorstürmte, hatte Haug dabei aber außer Acht gelassen.
Quelle: sid
Nightstalker schrieb:
am 17. April 2011 um 19:03:50
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@Kurti
Mich als Neidhammel zu bezeichnen ist mir eigentlich Wurscht. Neidisch bin ich nicht auf MSC, ich hege nur eine tiefe Antipathie gegen
MSC, eigentlich schon seit er damals gegen Hill Weltmeister wurde. Und weil ich Leute, die nicht wissen wann man aufhören muss, noch weniger ausstehen kann, freut es mich um so mehr, wenn sie versagen. Dich würde ich im Fussball als Fan Ultra bezeichnen, bei der Vehemenz, mit der du MSC verteidigst. Erinnert mich vom Verhalten an den FCB (Pfui)!
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Hoppeditz 1 schrieb:
am 17. April 2011 um 19:02:57
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@ kurbelwelle
Ja ne, iss klar! Rossberg ist von 4 gestartet und als 5. angekommen - Schumacher an 14 gestartet und als 8. angekommen. Im Mom
ist es aber total egal wer von beiden vorne liegt - die Vorwärtsentwicklung der Rennwagen ist vorrangig - erst dann hat man den echten Kräftevergleich.
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Sten schrieb:
am 17. April 2011 um 18:58:51
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Mercedes
sie bringen nichts auf die Reihe. Jetzt die Panne mit der Spritzufuhr, Rost bei Autos ohne Ende, was muß noch passieren, damit die
Idioten endlich aufwachen. Ist ja auch klar, ein Konstrukteur ist nicht mehr an der Spitze. Kaufleute regieren diesen Laden. Früher waren es immer Konstrukteure, die das brachten, was die Marke ausmachte. Ich habe 50 Jahre dieser Marke die Treue gehalten. Jetzt bin ich bei VW und sehe in der Marke mit ihren vielen Töchtern die Möglichkeit, das zu fahren, w.i möchte.
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