19.07.2011, 15:45 Uhr
Die Schwergewichtler Ruslan Chagaev (li.) und Alexander Powetkin kämpfen um Klitschkos WBA-Titel. (Fotos: imago)
Box-Champion Wladimir Klitschko muss sich bald die Weltmeisterehren der World Boxing Association (WBA) teilen. Der Verband setzte als Kampf um den regulären WM-Titel im Schwergewicht das Duell des Weltranglisten-Ersten Ruslan Chagaev gegen den Zweiten Alexander Powetkin an. Der Kampf soll am 27. August in der Erfurter Messehalle ausgetragen werden, teilte der Berliner Sauerland-Stall mit. Klitschko wird seit seinem Sieg über den Briten David Haye Anfang Juli als Superchampion der WBA geführt. Der einfache WM-Titel ist deshalb für vakant erklärt worden.
Russe Powetkin vom Sauerland-Unternehmen. Der Usbeke Chagaev gewann von seinen 29 Profi-Kämpfen 27 und war von April 2007 bis Juni 2009 bereits WBA-Weltmeister. Gegen Klitschko stand der Schwergewichtler aus dem Hamburger Universum-Boxstall vor zwei Jahren im Ring und verlor. Der in 21 Kämpfen unbesiegte 31-jährige russischen Sauerland-Boxer Powetkin ist als Profi bislang ohne Titel, kann aber auf den Olympiasieg 2004 verweisen. Dem Sieger winkt wohl ein Kampf gegen Wladimir.
Klitschko ist als WBA-Superchampion eine Art Sonderweltmeister. Der 35-jährige Ukrainer ist zudem Champion von WBO und IBF sowie der weniger bedeutsamen IBO. Sein Bruder Vitali hält den Gürtel des vierten großen Welt-Boxverbandes WBC. Dieser Titelwirrwarr der Weltverbände löst schon seit Jahren Unverständnis bei Aktiven und Fans aus. "Bei diesem Gewurstel blickt kein Mensch mehr durch. Das ist Geldmacherei", sagte Jean-Marcel Nartz, Vorstandsmitglied des europäischen Verbandes EBU. Für jeden Titelkampf erheben die Weltverbände Abgaben. Bei der WBA gibt es teilweise drei Weltmeister pro Gewichtsklasse.
Im zweiten Schwergewichts-Kracher des Abends trifft der WBA- und WBO-Intercontinental Champion Robert Helenius auf den früheren WBO-Weltmeister Siarhei Liakhovich aus Weißrussland. Zuletzt hatte der finnische Schützling von Coach Ulli Wegner am 2. April den früheren WBC-Weltmeister Samuel Peter in der neunten Runde ausgeknockt. In Helenius' Bilanz stehen 15 Siege aus 15 Profikämpfen zu Buche. Der Nordic Nightmare wird inzwischen auf Platz zwei der WBO- und Position drei der IBF-Weltrangliste geführt.
Quelle: t-online.de , dpa
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