30.10.2010, 10:13 Uhr | motorsport-total.com, t-online.de
Bleibt in der NASCAR-Serie: Jacques Villeneuve. (Foto: imago)
Ohne Kimi Raikkönen und Jacques Villeneuve, dafür aber wohl doch mit Nico Hülkenberg wird die nächste Formel-1-Saison an den Start gehen. Während die beiden ehemaligen Weltmeister sich auf ihre aktuellen Rennserien konzentrieren wollen, haben die Williams-Oberen verlauten lassen, weiter auf den deutschen Youngstar setzen zu wollen.
Die Sorgen bei Rookie Hülkenberg sind wieder etwas abgeklungen. Groß war noch die Besorgnis vor einigen Tagen, als vom Williams-Team kommuniziert wurde, dass Pastor Maldonado nach Saisonende eine Testchance erhalten werde. Der Venezolaner bringt als amtierender GP2-Champion Talent mit, vor allem aber einen dicken Geldbeutel.
Hinzu kamen die anfänglichen Probleme Hülkenbergs in seiner Premierensaison. "In den ersten paar Rennen war er ein bisschen enttäuschend. Vielleicht war er übervorsichtig", bestätigt auch Teamchef Frank Williams gegenüber der BBC. Aber: "In letzter Zeit ist er sehr konkurrenzfähig geworden. Wir haben gerade den Beginn von etwas Außergewöhnlichem erlebt." Das klingt schon deutlich positiver und lässt darauf schließen, dass die Fans sich darauf freuen dürfen, Hülkenberg auch nächstes Jahr in der Formel 1 zu sehen. "Absolut", sagt Williams. "Wir hoffen es. Er hat bis rauf in die Formel 3 und GP2 alles gewonnen, jede einzelne Meisterschaft. Im richtigen Team - hoffentlich bei uns - wird er eines Tages auch in der Formel 1 Weltmeister werden", spricht der 68-Jährige dem Schützling von Willi Weber das Vertrauen aus.
Den Titel in der Formel eins gewonnen hat vor drei Jahren der Finne Kimi Räikkönen. Doch diesen hat er nicht vor nochmals in Angriff zu nehmen. Zumindest in der kommenden Saison wird er definitiv nicht in der Königsklasse des Motorsports fahren. "Wir ziehen Möglichkeiten in der Formel 1 nicht mehr in Betracht", lässt Räikkönen-Manager Steve Robertson über "MTV3" verlauten. "Kimi konzentriert sich auf das Rallyefahren." Man solle zwar "niemals nie" sagen, "aber derzeit richtet sich unser Auge nicht auf die Formel 1".
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Ähnlich sieht es der Weltmeister von 1997. Eigentlich hatte Jacques Villeneuve 2011 mit seinem eigenen Team in die Formel 1 zurückkehren wollen - nicht nur am Kommandostand, sondern vor allem im Cockpit. Doch das Projekt hat von der FIA keinen Startplatz bekommen, sodass der 39-Jährige seine Grand-Prix-Karriere nun für beendet erklärt. "Die Chancen stehen inzwischen ziemlich schlecht", entgegnet Villeneuve in der BBC auf die Frage, ob er denn genau wie sein alter Rivale Michael Schumacher zurückkehren werde. "Wir haben dieses Jahr hart daran gearbeitet, zurückzukommen, aber das hat nicht geklappt." Sie hätten das Budget gehabt, doch nach der FIA-Absage die Partner nicht mehr länger hinhalten können. "Jetzt ist es an der Zeit, sich auf eine andere Sache zu konzentrieren." Und das wird die NASCAR sein.
Quelle: t-online.de , motorsport-total.com
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