06.01.2012, 09:07 Uhr
Rückschlag auf der fünften Etappe: Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz im Toyota (Quelle: imago)
Ein Missgeschick hat Beifahrer Dirk von Zitzewitz und dessen südafrikanischen Piloten Giniel de Villiers auf der 5. Etappe der Rallye Dakar ausgebremst und wertvolle Zeit auf die Spitze gekostet. Auf dem 177 Kilometer langen Wertungsstück von Chilecito nach Fiambala fuhr sich das Siegerduo von 2009 in den berüchtigten weißen Sanddünen von Fiambala nach einer unübersichtlichen Kuppe fest und verlor dabei etwa eine Viertelstunde.
"Heute sind wir hinter einer Düne in eine Art Windloch geraten, das sehr weichen und tiefen Sand aufwies, und dort haben wir uns kräftig eingegraben", sagte von Zitzewitz: "Doch mit diesem Zeitverlust können wir leben. Denn die Dakar ist noch sehr lang."
In der Gesamtwertung rutschte das Duo mit einer Tageszeit von 2:30:03 Stunden auf den fünften Rang ab und hat nun 21:01 Minuten Rückstand auf den französischen Rekordgewinner Stephane Peterhansel (11:58:03 Stunden). Der Tagessieg ging an den Polen Krzysztof Holowczyc im Mini All4, der sich vor dem Robby Gordon aus den USA (Hummer) und Peterhansel (Mini All4) durchsetzte.
Bei den Motorradfahrern sicherte sich der Franzose Cyril Despres (KTM) seinen zweiten Tagessieg. Despres setzte sich auf der 265 Kilometer langen Wertungsprüfung vor seinem Markenkollegen Marc Coma aus Spanien und dessen Landsmann Joan Barreda Bort (Husquarna) durch. Damit baute Despres auch seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Der 36-Jährige liegt mit 14:19:00 Stunden vor Coma (9:51) und dem Yamaha-Piloten Helder Rodrigues (47:56).
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Unterdessen haben die Veranstalter die sechste Etappe wegen der schlechten Witterungsbedingungen in den Anden gestrichen. Regen und anhaltende Schneefälle in der Grenzregion zwischen Argentinien und Chile hätten einen reibungslosen Ablauf der Etappe unmöglich gemacht. Die chilenischen Behörden haben den auf 4700 Meter Höhe gelegenen Grenzübergang am Paso de San Francisco für die Nacht komplett gesperrt.
Um die Sicherheit aller Teilnehmer nicht zu gefährden, werden sämtliche Wettbewerbs- und Begleitfahrzeuge im Konvoi zum nächsten Etappenort fahren. Die Dakar wird am Samstag im nordchilenischen Copiapo fortgesetzt. Dort waren im August 2010 33 verschüttete Bergleute nach 17 Tagen in einer spektakulären Rettungsaktion befreit worden.
Quelle: sid
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