04.01.2012, 08:28 Uhr
Es nimmt kein Ende: Die Rallye Dakar wird von Meldungen über schwere Unfälle von Motorradfahrern erschüttert. (Quelle: dpa)
Die schlimmen Nachrichten von verunglückten Motorradfahrern bei der Rallye Dakar wollen kein Ende nehmen. Wie argentinische Medien berichteten, wurde der Franzose Sebastien Coue in den Dünen von El Nihuil gefunden. Wie lange er der prallen Sonne ausgesetzt war, ist unbekannt. Coue soll bewusstlos gewesen sein.
Er wurde den Berichten zufolge mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus in San Rafael gebracht. Coue sei bei einer Körpertemperatur von 40 Grad in ein Koma versetzt worden, erklärte Hospital-Direktor Alberto Dauverné der argentinischen Nachrichtenagentur DyN.
Der Krankenhaus-Direktor hatte den Zustand des Verunglückten zunächst als kritisch eingestuft. Er habe keinen Unfall erlitten, sondern sei wegen der Hitze von rund 40 Grad in Ohnmacht gefallen.
Leichte Entwarnung gab es mittlerweile von Coues Team. Er sei wieder bei Bewusstsein, schrieb das Team Performance Enduro auf seiner Homepage. Die Situation scheine weniger besorgniserregend als zu dem Zeitpunkt, als Coue ins Krankenhaus gebracht worden sei.
"Es ist ein Inferno", titelte die Sportzeitung "Olé" auf ihrer Homepage. Am gleichen Tag wie Coues war bereits dessen Landsmann Bruno Da Costa auf seiner Yamaha mit einer Kuh kollidiert. Der Fahrer wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Mendoza gebracht. Argentinische Medien zitierten aus einer Mitteilung der Dakar, wonach sich Da Costa neben inneren Hämatomen auch eine Fraktur der Wirbelsäule zugezogen haben soll. Die Kuh kam bei dem Unfall um.
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Kurz vor dem Unfall hatte der peruanische Motorradfahrer Manuel Jamett aufgegeben. "Der Motorradfahrer ist auf der Wertungsprüfung nach Kilometer 206 gestürzt und wird von den Veranstaltern versorgt. Er hat sich mehrere Zehen gebrochen und beschlossen, aufzugeben", hieß es vom Veranstalter.
Der argentinische Motorradpilot Sergio Cerdera ist indessen in der zweiten Etappe mit seiner Kawasaki gegen ein Pferd gefahren. Auch er wurde mit Prellungen und Schürfwunden ins Hospital Schestakow gebracht, verließ es aber noch am Abend, um das Rennen wieder aufzunehmen, erklärte Dauverné.
Gleich zu Beginn der Dakar, die in diesem Jahr zum vierten Mal durch Südamerika führt, war der argentinische Motorradfahrer Jorge Martínez Boero tödlich verunglückt.
Wie am Tag darauf bekannt wurde, starben am Sonntag zudem zwei Insassen eines Ultraleichtflugzeugs, die das Rennen offenbar aus der Luft verfolgt hatten. Sie waren mit der Maschine abgestürzt.
Insgesamt forderte die Dakar seit ihrer ersten Austragung 1979 rund 60 Todesopfer, darunter Piloten wie auch Zuschauer und Berichterstatter.
Quelle: dpa
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