30.11.2009, 12:04 Uhr
Kimi Räikkönen bei seinem Rallye-Debüt im August. (Foto: Reuters)Der Wechsel des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Kimi Räikkönen in die Rallye-WM rückt offenbar näher und löst bei Citroen bereits diebische Vorfreude aus. "Damit könnten wir der Formel 1 eine lange Nase drehen", meinte Citroen-Sportchef Olivier Quesnel in einem Interview mit Radio France. Die Verpflichtung des Iceman, der bei Ferrari durch Ex-Weltmeister Fernando Alonso ersetzt wurde, ist dabei nach Aussagen Quesnels durchaus möglich.
"Es ist nichts unterschrieben, und ich habe noch nie mit Räikkönen telefoniert. Aber es ist mehr als ein Gerücht. Es gibt wirklich eine Möglichkeit", sagte der Franzose. Der Finne sei "ein außergewöhnlicher Fahrer, der in der Formel 1 nicht durch Zufall Weltmeister" geworden sei.
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Sein Talent im Rallye-Auto bewies er bereits im Sommer beim WM-Lauf in seiner finnischen Heimat, als er beim Gastspiel nach einem Unfall in einem privat gemeldeten Fiat Grande Punto trotz starker Leistung ausschied. "Was er da geleistet hat, war erstaunlich", meinte Quesnel und lobte die Vorzüge der Rallye-Szene: "Die Formel ist eine etwas bizarre Welt. Bei uns ist das alles etwas stabiler und geerdeter."
Wenn es so weit käme, dass Räikkönen zu Citroen wechsele, "wird er aber nicht im offiziellen Team, sondern im Junior-Team fahren", erklärte der Sportchef. Das offizielle Team stellen derzeit Superstar Sebastian Loeb aus Frankreich, der zuletzt zu sechs WM-Titeln in Folge gefahren war, und der spanische WM-Dritte Dani Sordo. Im Junior-Team würde Räikkönen allerdings im gleichen Auto fahren.
Räikkönens Manager Steve Robertson hatte in der Vorwoche verkündet, dass sein Schützling wohl eine Formel-1-Pause einlegen werde. Bei Ferrari, wo der Finne 2007 als Nachfolger von Rekord-Champion Michael Schumacher direkt Weltmeister geworden war, war er nach der Verpflichtung von Fernando Alonso vorzeitig gegen eine Abfindung von geschätzten 17 Millionen Euro aus seinem Vertrag entlassen worden. Verhandlungen mit McLaren hatten sich zerschlagen.
Quelle: dpa
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