04.03.2011, 15:11 Uhr | sid, t-online.de, dpa
Maria Riesch im Stangenwald des Slaloms. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Maria Riesch hat den Gewinn der kleinen Kristallkugel in der Super-Kombination knapp verpasst. Die Führende im Gesamt-Weltcup belegte in Tarvisio in Italien beim Sieg der Slowenin Tina Maze den dritten Platz. Rang zwei sicherte sich Rieschs Freundin und Erzrivalin Lindsey Vonn. Das US-Girl rettete vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf Riesch ins Ziel - und den Sieg in der Gesamtwertung der Super-Kombination.
Vonn hatte bereits die Abfahrt am Vormittag gewonnen, mit 42 Hundertstelsekunden vor Riesch. Die 26-Jährige im Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung zwar 20 Zähler auf Titelverteidigerin Vonn, liegt Riesch aber bei noch acht ausstehenden Weltcup-Rennen weiter komfortabel in Führung.
Insofern war ihr die Enttäuschung auch nur kurz anzusehen. "Das ist natürlich ärgerlich, aber es war auch knapp. Und mit Blick auf die Gesamtwertung war das heute nicht so tragisch", sagte Riesch und richtete eine Kampfansage in Richtung Vonn: "Es sind noch ein paar Rennen, und und ich bin derzeit in allen Disziplinen gut drauf."
Im Endspurt um die "große Kristallkugel" läuft es für die bislang beste Allrounderin der Saison tatsächlich weiter gut: Mit 1576 Punkten rangiert sie bei acht noch ausstehenden Rennen noch 176 Zähler vor ihrer Dauerrivalin. Deshalb riskierte Riesch im Slalom auch nicht alles: "Es geht um viel in den letzten Rennen. Da wäre ein Ausscheiden hier sehr ärgerlich gewesen."
Mit der Abfahrt und dem Super-G hat Riesch am drittletzten Weltcup-Wochenende weitere Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. "Mein Ziel war es schon vor der Saison, meine Chancen zu nutzen, um Lindsey in allen Wettbewerben immer mehr abzunehmen, besonders in den Speedrennen", sagte Riesch. Sie will nun "alles nehmen, wie es kommt. Die Saison ist fast perfekt und ich werde in jedem Rennen alles geben und hoffe, dass es am Ende reicht".
Vonn gibt sich derweil bescheiden und sieht trotz der kleinen Aufholjagd die "große Kugel" in weite Ferne gerückt: "Auf den Gesamtweltcup habe ich wenig Chancen, aber die kleine Kugel bedeutet viel für mich", sagte die 26-Jährige, die in den vergangenen drei Jahren am Saisonende ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte.
Bis zum Weltcup-Finale im schweizerischen Lenzerheide (16. bis 20. März) ergeben sich für Maria Riesch nun noch Gelegenheiten in zwei Speed-Wettbewerben mit Abfahrt und Super-G sowie in zwei ihrer Spezial-Disziplinen mit Rieseslalom und Slalom, den Vorsprung zu halten - und ihre Freundin endlich einmal vom obersten Podestplatz zu stoßen.
Quelle: sid , t-online.de , dpa
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