09.09.2010, 15:03 Uhr | t-online.de, sid
Zum 30. Geburtstag von Samuel Peter am Montag gab es schon einmal eine Torte von Wladimir Klitschko. Das größte Geschenk will sich Samuel Peter aber am Samstag selbst machen und sich in Frankfurt gegen Dr. Steelhammer die Weltmeistergürtel im Schwergewicht nach Version der Weltverbände IBF, WBO und IBO erkämpfen. "Ich werde mir die Titel holen", wird er nicht müde zu verkünden. Am Sonntag können Sie bei t-online.de den Kampf noch einmal anschauen - in der Zusammenfassung oder in der kompletten Länge.
Vor ziemlich genau fünf Jahren gab es das Ringduell zwischen Peter und dem jüngeren Klitschko-Bruder bereits einmal. Damals gewann der Ukrainer nach Punkten (114:111), obwohl Peter ihn dreimal zu Boden schickte – mit unfairen Schlägen auf den Hinterkopf, wie das Klitschko-Lager immer wieder betont (Die besten Bilder vom damaligen Kampf gibt es hier).
Emanuel Steward blickt zurück auf den letzten und voraus auf den kommenden Kampf zwischen Wladimir und Peter. zum Video
Seit dieser Niederlage ging es auf und ab in der Karriere des bis dahin ungeschlagenen Nigerianischen Albtraums – sportlich und mit dem Gewicht. Peter gewann zweimal gegen James Toney und danach gegen Jameel McCline. Mit seinem K.-o.-Erfolg im März 2008 gegen Oleg Maskaev sicherte er sich dann den WBC-Titel, nur um ihn sieben Monate später gegen Vitali Klitschko zu verlieren. Nach der achten Runde, Peter hatte bis dahin mächtig Prügel bezogen und lag bei den Kampfrichtern hoffnungslos zurück, kehrte er nicht mehr in den Ring zurück.
Im darauffolgenden Kampf gegen Eddie Chambers brachte der nie sonderlich austrainiert wirkende Peter dann 120 Kilogramm auf die Waage – und verlor nach Punkten. "Samuel musste sich entscheiden. Aufgabe oder Neuanfang", sagt sein Manager Ivaylo Gotzev. Peter entschied sich für den Neuanfang. Gotzev setzte durch, dass ein Gericht den Promotervertrag mit Don King annullierte, seitdem kümmert sich Bob Arum um die Kämpfe von Peter.
Auch der von King installierte Trainer Stacey McKinley ist aus Peters Camp verschwunden. Der neue Mann in seiner Ecke heißt Abel Sanchez, ein ehemaliger Assistent von Wladimir Klitschkos Trainer Emanuel Steward. Das Aufeinandertreffen mit dem Weltmeister wird ihr fünfter gemeinsamer Kampf sein.
Sanchez ist ein Trainer der alten Schule. So macht Peter im Trainingslager jeden Tag 900 Sit-ups - mitunter aus reiner Laune 300 zusätzlich. "Das ist Spaß an der Arbeit", sagt Sanchez. Sein Schützling kann darüber lachen, denn er weiß, der alte Samuel Peter hätte das nicht gemacht. Seit Wochen ist er schon auf seinem Kampfgewicht. "Ausruhen kannst du dich im Grab" ist einer der Wahlsprüche von Sanchez, und Peter vertraut ihm.
Alle vier Kämpfe seit seiner Zusammenarbeit mit Sanchez hat Peter vorzeitig gewonnen. Bei seinem letzten Ringduell - gegen den Dominikaner Nagy Aguilera - wog er dabei gerade einmal 108 Kilogramm, so wenig wie seit seinem siebten Profi-Kampf nicht mehr. Die letzten Ringauftritte sind auch dem Klitschko-Lager nicht verborgen geblieben. Trainer Emanuel Steward warnte deshalb auch im Interview mit t-online.de: "Peter hat sich in der letzten Zeit deutlich verbessert. Als Puncher stellt er eine Gefahr dar."
34 seiner 37 Kämpfe hat Peter gewonnen, 27 davon vorzeitig – eine beeindruckende Quote. "Klitschko weiß, wie weh das tut, wenn ich ihn treffe", tönt Peter dann auch selbstbewusst: "Ich will der Welt zeigen, dass ich der härteste Puncher im Schwergewicht bin - und Wladimir wird es spüren, bevor er umfällt."
So bereitet sich Wladimir Klitscko gegen Rivale Samuel Peter vor. Ein Duell mit Geschichte. zum Video
Quelle: t-online.de , sid
Urs schrieb:
am 12. September 2010 um 01:44:59
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Klitschkos
Die beiden sind nicht nur klasse Boxer sondern auch sehr menschlich. Ich finde die beiden einfach nur toll.
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Dieter schrieb:
am 10. September 2010 um 05:48:16
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Klitschko
Also ich denke mal das ein Sportler der so hart trainieren muß wie ein Boxer auch gewinnen will und sich nicht kaufen lässt,da
gehts auch immer um die Ehre. Was natürlich im Hintergrund manipuliert wird ist wieder was anderes.
Klitschko gewinnt trotzdem,die Amis haben doch nur eine große Klappe!
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Andy schrieb:
am 9. September 2010 um 22:57:04
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Dr. Faust
Genau? was Genau?
Und woher wisst ihr das die Kämpfe manipulirt werden? Und woher haben die Klitschkos soviel geld jeden Gegner
zubezahlen? ist das nicht nur dein wunschdenken? Wer die Reale Welt nicht ertragen kann, denkt sich seine eigene aus.
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