05.03.2009, 12:43 Uhr
BDR-Präsident Rudolf Scharping (Foto: imago)Trotz heftiger Kritik von Sportlern und oppositionellen Funktionären stellt sich Rudolf Scharping am 21. März zur Wiederwahl um das Präsidentenamt im Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Dies teilte der BDR mit. Allerdings muss sich der frühere SPD-Politiker einer Kampfabstimmung stellen.
Der ehemalige Bahnradfahrer Dieter Berkmann will Scharping an der BDR-Spitze ablösen und stellt sich deshalb bei der Bundeshauptversammlung in Leipzig gleichfalls der Wahl. Nach seiner Ankündigung hatten sich Athleten wie Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz oder Ex- Weltmeister Mike Kluge gegen Scharping und auf die Seite der Opposition gestellt.
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Scharping nennt in der Pressemitteilung gestiegene Mitgliedszahlen und einen konsequenten Anti-Doping-Kampf als Erfolge seiner vierjährigen Amtszeit. Mit 133.000 Mitgliedern habe der Verband unter seiner Führung die höchste Mitgliedszahl überhaupt erzielt. Sportlich gehe es für den Verband voran: Bei der Straßen-WM sei der BDR mit fünf gewonnenen Medaillen so erfolgreich wie nie gewesen und auch im Querfeldeinsport zeigten die BDR-Athleten bei der WM gute Leistungen und böten eine herausragende Zukunftsperspektive.
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Auch in der Dopingbekämpfung geht der BDR laut der Pressemitteilung kompromisslos und konsequent gegen Missbrauch vor. Wer mit Fakten belastet war oder ist, habe seine Funktionen sofort verloren. Als einziger Spitzensportverband habe der BDR ein Programm zur Vorbeugung gegen Doping gestartet, die Zahl der Kontrollen in Training und Wettkampf seit 2006 vervielfacht.
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Genau diese Konsequenz im Anti-Doping-Kampf wird von der Opposition bezweifelt. "Scharping hat zu verantworten, dass Dopingsünder Erik Zabel für die WM nominiert wurde, damit hat er sich unglaubwürdig gemacht", sagte Sabine Spitz. "Und als wir kritisierten, dass seine Anti-Doping-Politik zu unklar ist, hat er nicht mit uns sauberen Athleten geredet, sondern war beleidigt", hatte Spitz unlängst kritisiert.
Quelle: dpa
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