16.07.2009, 20:05 Uhr
Europameister Sven Schmid bejubelt seinen Degen-Titel von Plovdiv. (Foto: Reuters)Mit einem Schrei setzte Degen-Fechter Sven Schmid den goldenen Titel-Treffer, sprintete über die Planche und ließ seinen Gefühlen freien Lauf. "Endlich, endlich. Das ist das, was ich immer wollte, eine Einzelmedaille, einen Titel. Die Arbeit hat sich gelohnt", kommentierte der im deutschen Lager heftig umjubelte Routinier Schmid seinen Coup bei den Europameisterschaften.
EM-GoldHeidemann jubelt
EM-JubelWächter freut sich über Silber
Deutschlands Fechter feiern im bulgarischen Plovdiv einen enormen nacholympischen Aufschwung. Der Tauberbischofsheimer Degen-Spezialist Schmid schraubte die Anzahl deutscher Medaillen zum Abschluss der Individualwettbewerbe mit dem Überraschungs-Gold durch das 15:7 gegen den Franzosen Ulrich Robeiri auf fünf.
"Es ist einfach schön, wenn du in der Halle bist und zu den Erfolgreichen gehörst", bilanzierte Sportdirektor Manfred Kaspar nach den Titelgewinnen von Schmid und Olympiasiegerin Britta Heidemann mit dem Degen, Silber von Katja Wächter sowie Bronze von Andre Weßels mit dem Florett und Rang drei von Säbelfechter Björn Hübner.
Am Tag nach dem Heidemann-"Triple" mit der tollen Serie WM-, Olympia- und EM-Gold wurde Schmid, vor dem EM-Championat in Bulgarien an Position vier der Weltrangliste geführt, seiner Rolle als Mitfavorit gerecht. Bis zum Viertelfinale stürmte er gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Jörg Fiedler über die Planchen, dann trennten sich die Wege der beiden 31-Jährigen. Der nationale Titelträger Fiedler vergab mit dem 9:15 gegen Robeiri Edelmetall, Schmid versetzte dem Ukrainer Bogdan Nikischin beim 8:7 in der Verlängerung den "Sudden Death", hatte Bronze sicher und bekam plötzlich Flügel.
"Sven hat das Finale drauf", hatte Degen-Bundestrainer Didier Ollagnon vorhergesagt - und Schmid hielt sich dran. 15:14 setzte er sich in der Vorschlussrunde gegen den weltweit an Position eins geführten Franzosen Gauthier Grumier durch, Schmids größter internationaler Erfolg war schon damit perfekt. Doch er wollte mehr, und es wurde mehr: Unaufhaltsam machte er im Gold-Gefecht Punkt für Punkt und ließ dem fünf Jahre jüngeren Franzosen Robeiri keine Chance.
"Der Trend ist ins Laufen gekommen", bilanzierte Kaspar vor den ersten Mannschafts-Entscheidungen (Damenflorett, Herrensäbel) das Abschneiden der Einzelstarter. Sechs Waffen, fünf Mal Edelmetall - Kaspars Vorgabe "drei plus x" war vorzeitig erfüllt. 2008 in Kiew waren es lediglich zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze. "Es werden aber auch wieder Veranstaltungen kommen, wo man mich fragen wird, wie das nur passieren konnte", warnte Kaspar schon jetzt vor allzu großen Zukunftserwartungen.
Denn es gab auch Nackenschläge wie etwa das frühe Aus von Florett-Olympiasieger Benjamin Kleibrink am Tag des Heidemann-Triumphs. Tags drauf scheiterten sechs von acht Deutschen vorzeitig, unter ihnen auch Martin Schmitt als EM-Zweiter von Kiew. "Das ist für mich eine Enttäuschung", sagte Ollagnon.
Quelle: dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Hier gibt's die Spielberichte der NBA mit Nowitzki und Co. im Video
Einfach Wunschpartie buchen und live dabei sein. zu den Livestreams
Bei MyTraining.de stellen Top-Experten die effektivsten Übungen zusammen. mehr
Augen-Aufschlag: Die Schönen des Courts. Von Kournikova bis Williams. zur Foto-Show