15.11.2010, 18:43 Uhr | dpa
Darf sich ausruhen: Zlatan Ibrahimovic. (Foto: imago)
Der einzige Star der schwedischen Nationalmannschaft wird im Spiel gegen die DFB-Elf (Mittwoch ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) fehlen. Zlatan Ibrahimovic wird von Nationaltrainer Erik Hamren geschont. Ibrahimovic, derzeit sehr erfolgreich beim AC Mailand, sei nach dem Derby gegen Inter zu müde und brauche eine Pause. (Formcheck der DFB-Elf: So sind unsere Nationalspieler drauf)
Dabei ist der hochgewachsene 29-Jährige torhungrig und selbstbewusst wie lange nicht. Nach dem mit voller Wucht verwandelten Foulelfmeter zum 1:0-Sieg seines AC Mailand über den Lokalrivalen und Ex-Arbeitgeber Inter Mailand schaute er erstmal hoch zu den Inter-Fans, die ihn verhöhnt hatten. Denn Provokation gehört auch zu seinen Markenzeichen.
"Wir haben mit Herz gespielt und gewonnen", sagte Ibrahimovic, ehe er das Flugzeug Richtung Heimat bestieg. Nach der für ihn verkorksten Zwischenstation beim FC Barcelona in der vorigen Saison trifft Schwedens einzigem Weltklasse-Fußballer derzeit bei Milan wieder auffallend oft. In den vergangenen fünf Punktspielen für den Tabellenführer der Serie A traf Ibrahimovic viermal und verdiente sich Bestnoten, weil er auch für seine Mannschaft ackert.
Das war im schwedischen Nationaltrikot beileibe nicht immer der Fall. Ibrahimovic hat seine Mitspieler in etlichen der bisher 66 Länderspielen mit 25 Treffern spüren lassen, dass er durchaus einen Klasse-Unterschied zwischen sich und dem Rest der Elf sieht. Nach der Riesen-Enttäuschung, dass die WM 2010 im Sommer in Südafrika ohne die Schweden stattfand, erklärte der Sohn bosnischer Zuwanderer aus Malmö seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft: "Keine Motivation mehr."
Die kam im Spätsommer wohl auch wieder zurück, weil der mit dem Stürmerstar ständig über Kreuz liegende Nationalcoach Lars Lagerbäck durch den jüngeren Erik Hamrén abgelöst worden war. Der überredete Zlatan zur Rückkehr und machte ihn auch gleich zum Kapitän. Vielleicht auch eine kluge Versicherung gegen Ibrahimovic' Angewohnheit, Kontrahenten und auch schon mal Mitspieler mit öffentlichem Spott für Fehlleistungen, mangelndes Talent oder Rivalitäten zu überziehen. "Was der mit einem Ball kann, mach ich mit einer Apfelsine", kommentierte er etwa das technische Vermögen des Norwegers John Carew.
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Dass Barcelonas weltweit bewunderter Trainer Josep Guardiola ihn wenig berücksichtigte, ordnete Ibrahimovic als psychisches Problem des Trainers ein: "Vielleicht hatte er Angst vor mir." Nach dem Wechsel zum AC Mailand trat er seinem Mitspieler Rodney Strasser beim Training in den Rücken und sagte: "Hier bin ich der Chef."
Quelle: dpa
Janko schrieb:
am 15. November 2010 um 19:54:49
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Zlatan
Das ist schade. Ich hatte mich so darauf gefreut, Zlatan spielen zu sehen.
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