28.07.2011, 11:25 Uhr
Franziska van Almsick (li.) kann den WM-Rückzug von Britta Steffen nicht nachvollziehen. (Foto: dpa)
Britta Steffens Verzicht auf die Lagen-Staffel bei der Schwimm-WM in Shanghai hat Kritik bei Teamkolleginnen und Franziska van Almsick ausgelöst. Die ARD-Expertin kann nicht nachvollziehen, dass sich Steffen nach der enttäuschenden Vorlauf-Zeit über 100 Meter Freistil nicht nur für ihre beiden Einzelrennen sondern auch für die 4 x 100-Meter-Lagenstaffel abgemeldet hat.
"Ich verstehe nicht, warum sie alles hinschmeißt. Ich hätte ein bisschen mehr erwartet, dass man als Frontfrau des Deutschen Schwimm-Verbandes auch Verantwortung übernimmt und im Zweifel sich die Beine herausreißt; noch mal alles gibt, um die Lagen-Staffel in die Olympischen Spiele zu bringen", sagte van Almsick. "Das finde ich persönlich nicht Ordnung. Ich finde, manchmal muss man eben auch die Arschbacken zusammenkneifen."
Auch Teamkollegin Daniela Schreiber, die als Vorlauf-23. noch 38/100 Sekunden langsamer als Steffen war, äußerte sich enttäuscht über Steffens kompletten WM-Verzicht. Einerseits könne sie das verstehen, "weil Britta sehr viel bessere Zeiten gewohnt ist. Andererseits finde ich es egoistisch, zu sagen, ich schwimme gar nicht weiter, weil dann die Lagenstaffel allein dasteht". Statt Steffen wird nun wahrscheinlich Schreiber in der Lagen-Staffel als Schlussschwimmerin starten. In der 4 x 100-Meter-Freistil-Staffel hatte die 22-Jährige als Schlussschwimmerin Bronze gesichert und war - die Reaktionszeiten beim fliegenden Start eingerechnet - schneller als Steffen gewesen.
Zuvor hatte Steffens Trainer Norbert Warnatzsch seinen Schützling nach dem Vorlauf über 100 Meter Freistil in ernüchternden 54,86 Sekunden und der so eben auf Rang 16 erreichten Halbfinal-Qualifikation aus dem Wettbewerb genommen. "Sie ist angetreten, hat sich gezeigt und hat bewiesen, dass sie nicht kneift. Aber jetzt ist es an der Zeit, Britta zu schützen und sie wird keine Wettkämpfe mehr hier bestreiten", sagte Warnatzsch.
"Ich würde gerne erst einmal die Augen zumachen, die Ohren zumachen und dann noch mal mit ein bisschen Abstand auf den heutigen Tag gucken", sagte Steffen nach ihrem sportlichen Debakel. "Was ich sagen kann ist, dass es alles ist, was drin war, dass leider nicht mehr ging." Jetzt sei Olympia 2012 in London das große Ziel. "Niederlagen gehören zum Sport. Ich habe wahnsinnige Höhen erlebt, jetzt bin ich eben mal abgetaucht", sagte die 27-Jährige. Gesundheitliche Probleme hat sie nach eigenen Angaben keine. Durch die Absage von Steffen sind die Verbandsziele für die WM praktisch nicht mehr zu erreichen.
Ryan Lochte entthront in Shanghai den Deutschen über 200 Meter Freistil zum Video
Quelle: t-online.de , dpa
Speedy schrieb:
am 28. Juli 2011 um 20:10:36
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Britta Steffen und Olympia 2012?
Also was sie sich da geleistet hat, indem sie ihre Mannschaftskolleginnen in der Staffel im Stich lassen
will, dann sollen auch der deutsche Schwimmverband Britta Steffen nun auch nicht für Olympia 2012 nominieren, egal was sie bis dahin für Leistungen bringt und sie die Norm erfüllen würde. Man muß da ja auch damit rechnen, das das gleiche bei Olympia passsieren könnte. Sie hat keinen Mannschaftsgeist in sich!!!
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Pesimago schrieb:
am 28. Juli 2011 um 20:09:07
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Otto
man kann von keinen Schwimmer behaupten, dieser hat nie gedopt. Gerade beim schwimmen und radfahren, haben die Weltverbände um die Wette vertuscht.
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Kachelzähler schrieb:
am 28. Juli 2011 um 19:42:14
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@Caiphi
Kristin Otto? Ein Vorbild? Die Doping-Untersuchungen 2000 und 2007 sind vermutlich nur böse, böse Verleumdungen und das Riesen-Kreuz naturgewachsen.
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