23.05.2011, 07:01 Uhr
Sebastian Vettel sind Freude und Erleichterung über seinen Sieg in Spanien anzumerken. (Foto: imago)
Aus Barcelona berichtet Elmar Brümmer
Im Normalfall ist der Rückspiegel so ziemlich das unwichtigste Teil an einem Formel-1-Rennwagen. Auch Sebastian Vettel ist daran gewöhnt, nur nach vorn zu schauen. Bei dem Rennen jedoch, dass ihn zum ersten Mal zum Renn-König von Spanien machte, riskierte der Spitzenreiter aus Heppenheim einen Silberblick: In der Schlussphase des Rennens wurde der glitzernde Fleck vom Anfang der Geraden immer größer, bis er deutlich den Chrompfeil von Lewis Hamilton erkennen konnte. Die Reifen des Heppenheimers waren am Ende runter, sein Zusatzschub von KERS zickte mal wieder heftig, und der britische Verfolger hatte in der Überholzone auch noch 10 km/h mehr Speed durch den verstellbaren Heckflügel.
Die letzten 18 Runden war der Europaauftakt der Formel 1 dadurch eine Champions League auf Rädern. In dem vielleicht besten und zugleich schwierigsten Rennen seiner Formel-1-Karriere wehrte sich der jüngste Weltmeister der Geschichte wie ein Routinier. Der Lohn: Vierter Saisonsieg im fünften Rennen, der 14. insgesamt, WM-Führung gegenüber Hamilton auf 41 Punkte ausgebaut. Erster Kommentar, via Boxenfunk: „Jabadabadu!“ Ein rasender Fred Feuerstein (Sehen Sie die Rennanalyse von Christian Danner und Heiko Wasser im Video).
Das gibt es in der hartgesottenen Rennfahrerwelt ganz selten: Vettel, Hamilton und der drittplatzierte Jenson Button freuen sich vor der Siegerehrung wie kleine Jungs über die dramatischen 18 Runden vor der Zielflagge, als der beim letzten Boxenstopp herausgefahrene Vorsprung des Red Bull teilweise von zweieinhalb Sekunden auf unter eine halbe Sekunde schrumpfte. Sie spielten die Überholversuche am Ende der Geraden und die Ausweichmanöver in den Kurven mit den Händen nach, und bescheinigten sich gegenseitig immer wieder: "Wahnsinn!“ Auch für die Fernsehzuschauer. Die Reifenlotterie und –strategie spielte zwar auch diesmal wieder eine Rolle. Aber bei den aggressiven Manövern der beiden Spitzenpiloten, die sich eine halbe Minute von allen anderen abgesetzt hatten, wurde niemand langweilig. Das war Racing zum Anfassen! "Mann, war das knapp heute", stöhnte Vettel noch Stunden nach dem Erfolg zum Ende des ersten Saisonviertels. Es war so etwas wie eine – weitere – Reifeprüfung: Auch unter Druck hat Deutschlands Nummer eins bewiesen, dass er bestehen kann.
Danner und Wasser analysieren den großen Preis von Spanien. zum Video
66 Runden Zitterpartie, nachdem erst Kollege Mark Webber die Pole-Position geholt hatte und dann Fernando Alonso im Ferrari davonzog. Wenn auch nicht die Technik, so hat Red Bull aber immerhin die Strategie im Griff. Doch wenn Adrian Newey nicht bald eine Lösung für die überhitzenden Speicherelemente für die Bremsenergie im (zu) eng geschnittenen Rennwagenheck findet, dann ist McLaren eine größere Gefahr als gedacht. Nicht nur, dass Vettel die 80 Zusatz-PS fehlen, er muss auch immer wieder die Bremsbalance am Lenkrad verstellen, wenn er den Energieschub nicht regelmäßig loswerden kann. Eine Ablenkung im Wortsinn, auf die ein WM-Kandidat gut verzichten kann.
Klicken Sie sich durch die besten Bilder rund um den Großen Preis von Spanien. zu den Fotos
Noch ist die generelle Überlegenheit des RB 7 so groß, dass man sich Systemfehler leisten kann. Aber wie lange noch? Auch wenn Sebastian Vettel diesmal als Innenverteidiger eine starke Partie ablieferte – eigentlich ist er der geborene Angreifer. Aber er gibt den Teamplayer, und macht den Ingenieuren keine Vorwürfe: "Wir sind bei KERS noch so weit, wie wir gerne sein wollen. In Barcelona hat das System nur etwa die Hälfte des Rennens so funktioniert, wie es das tun sollte." Er nimmt die glimpflich verlaufene Panne als Warnsignal, so wie den Klingelton ("Ringdingding"), den er ins Helmmikrofon brüllte: "Alle haben gedacht, dass es ein Rennen zwischen mir und Mark wird, eine Red-Bull-Show. Aber so schnell können sich die Dinge ändern." Selten war es bei gleichzeitiger Überlegenheit eines Rennwagens in der Formel 1 trotzdem so spannend wie jetzt. Wie gut, dass sich Sebastian Vettel auf sich selbst verlassen kann.
1951 triumphierte der Argentinier Juan-Manuel Fangio in Barcelona, 1981 gewann der Kanadier Gilles Villeneuve. zum Video
Quelle: t-online.de
Ös Murat schrieb:
am 23. Mai 2011 um 18:39:29
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von wegen probleme bei Vettel
Von wegen Probleme mit Vettels Auto .
Soblad den Vettel einer Überholt heist es sofort .... Ohh mein gott er
hatt probleme mit dem Wagen , von wegen hatte er probleme mit KERS alles nur Betrügerei .
Er ist und wird ein kleines Kind bleiben , denkt er währe besser als Schummi jaaa vieleicht im nächsten Leben .
Setzt den Vettel doch mal in einem anderen Team rein ? Wer ist Vettel ??
Und zu Webber , was würdet Ihr machen wenn Ihr nur den Testwaggen bekommen würdet und nicht den schnelleren ?
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Loser schrieb:
am 23. Mai 2011 um 16:45:39
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F1
Am meißten enttäuscht bin ich von Webber.Der sollte in Zukunft kleinere Brötchen backen und erst einmal seinen Start in die Reihe
bekommen.Von den restlichen Deutschen Helden bin ich persönlich nicht überrascht.
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josef schrieb:
am 23. Mai 2011 um 15:51:49
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der rasende feuerstein
ihr vettel gegner laßt doch endlich die hetzerei gegen den jungen sein. hört doch bitte die vergleiche mit ihm und
schumi auf. schumi ist ein verblassender stern am f 1 himmel, dagen ist vettel ein nova !!! findet euch bitte damit ab, denn daran ist nun mal nichts zu ändern. wir werden alle älter, und die jugend folgt immer nach !!! so ist das nun mal im leben !!
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