29.08.2010, 15:51 Uhr | t-online.de
Pechvogel Sebastian Vettel mit aufgeschlitztem Reifen (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)
Was für ein verrücktes Rennen in Spa-Francorchamps: Regen, Unfälle, Strafen, Safety Car - der Große Preis von Belgien hatte alles im Angebot, was ein Formel-1-Rennen spannend macht. Allerdings zum Leidwesen von Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot erlebte wieder einmal ein Rennen zum Vergessen. Erst ein selbst verschuldeter Crash mit Jenson Button, dann eine Durchfahrtsstrafe, ehe ein aufgeschlitzter Reifen endgültig alles zunichte machte. Der WM-Titel rückte damit in weite Ferne.
Den Sieg auf dem Ardennenkurs sicherte sich Lewis Hamilton. Der Brite im McLaren-Mercedes gewann das Rennen quasi schon beim Start, gab die Führung bis zum Schluss nicht aus der Hand. Michael Schumacher kämpfte sich von Startplatz 21 bis auf 7 nach vorne.
Durch den Gewinn des Rennens übernahm Hamilton auch wieder die Führung in der WM-Wertung. Der Brite liegt nun drei Punkte vor Webber, Vettel und Button verloren beide durch ihre Nullnummer den Kontakt zur Spitze. Vettels Rückstand auf Hamilton wuchs auf satte 31 Zähler an.
Etwas weiter unten in der Tabelle übertrumpfte Adrian Sutil, der in Spa auf einem starken fünften Platz liegend die Zielflagge sah, Schumacher und kletterte auf Rang neun. Zwar trennt die beiden nur ein Punkt, für den Force-India-Piloten trotzdem ein toller Erfolg.
Begleiten Sie den deutschen Red-Bull-Piloten auf einer Runde in Spa Francorchamps. zum Video
Gerade einmal zwei Runden dauerte das Rennen, da musste Bernd Mayländer bereits das Safety Car auf den Ardennenkurs lenken. Unmittelbar nach dem Start setzte der gefürchtete Regen ein, der schon in den Trainingssessions und dem Qualifying für chaotische Zustände sorgte. Allerdings beschränkte sich der Regen nur auf einige Abschnitte, nicht der komplette Kurs wurde unter Wasser gesetzt.
Doch das reichte schon. Rubens Barrichello krachte seitlich in Fernando Alonso - das Aus für den Brasilianer in seinem 300. Rennen, Alonso aber konnte weiterfahren. Während Pole-Setter Webber bis auf Rang sechs durchgereicht wurde, übernahm das McLaren-Duo Hamilton und Jenson Button die Führung. Vettel lieferte sich mit Robert Kubica ein spannendes Duell, Schumacher machte auf den ersten Runden bereits neun Plätze gut.
In der zwölften Runde kam es zu einer Berührung zwischen Schumacher und Nico Rosberg. Letzterer hatte zunächst ein Duell mit Vitaly Petrov verloren, wurde von diesem weit in eine der großen Auslaufzonen gedrängt. Als Rosberg zurück auf die Strecke lenkte, ging auch Schumacher an ihm vorbei. Rosberg touchierte das rechte Hinterrad des Rekordweltmeisters und verlor dabei einen Teil seines Frontflügels.
Das nächste Duell, welches für Stimmung auf den Tribünen sorgte, war das zwischen Vettel und Button. Im Kampf um Platz zwei hing Vettel rundenlang hinter dem Briten fest. Als er dann endlich seine Chance witterte, zog Vettel raus und setzte zum Überholen an. Doch der Red-Bull-Pilot verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und bohrte seinen Frontflügel in den Seitenkasten Buttons. Während dessen Kühler komplett zerstört wurde und damit das Aus des amtierenden Weltmeisters besiegelte, schaffte es Vettel noch zurück an die Box.
Mit neuer Nase ging es für ihn weiter, doch die Rennleitung sprach wegen der Kollision eine Durchfahrtsstrafe gegen den Deutschen aus. Und damit nicht genug. In der 28. Runde schlitzte Vitantonio Liuzzi mit seinem Frontflügel Vettels linken Hinterreifen auf. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, ehe Vettel auf drei Rädern den Rückweg an die Box schaffte. Aufgeben wollte er aber nicht, mit frischen Reifen ging es wieder ins Rennen. Die Punkteränge waren damit allerdings nicht mehr erreichbar.
Zehn Runden vor Schluss setzte dann der Regen wieder ein - und mischte das Geschehen noch einmal mächtig auf. Der in Führung liegende Hamilton blieb auf Anweisung seines Teams zunächst auf der Strecke, rutschte dann aber ohne Grip ins Kiesbett. Der Brite hatte Glück, konnte einer Kollision entgehen und holte sich dann doch die Intermediates. Hamilton blieb an der Spitze, dahinter aber schnappte sich Webber in der Box den vor ihm liegenden Kubica.
Schumacher, der zu diesem Zeitpunkt noch immer auf dem ersten Reifensatz unterwegs war, lag nach dem Umstellen auf Intermediates plötzlich auf Rang sechs. Alonso verlor im stärker werdenden Regen die Kontrolle über seinen Ferrari und krachte in die Streckenbegrenzung. Das Safety Car musste erneut rausfahren, das Feld rückte wieder zusammen.
Der Restart ging ohne Unfall über die Bühne - aber Schumacher musste sich seinem Teamkollegen geschlagen geben. Rosberg beschleunigte den Altmeister klassisch aus, ging an Schumacher vorbei und übernahm dessen sechsten Rang. Auf den letzten Runden gab es keine weiteren Zwischenfälle. Hamilton brachte den Sieg in trockene Tücher, Webber beendete das Rennen auf Rang zwei. Kubica krönte sein tolles Wochenende mit einem Platz auf dem Podium.
Mit Adrian Sutil, Rosberg und Schumacher lagen gleich drei deutsche Piloten in den Top Ten.
Der spanische Formel-1-Pilot Jaime Alguersuari hat seinen WM-Punkt von Belgien nachträglich eingebüßt. Nico Hülkenberg wurde 14., Vettel lag einen Rang dahinter. Timo Glock beendete das Rennen auf Position 18. Nach dem Grand Prix kam es noch zu einer Ergebniskorrektur: Die Rennkommissare von Spa-Francorchamps verhängten gegen den Toro-Rosso-Fahrer Jaime Alguersuari nach Rennende eine 20-Sekunden-Strafe wegen unerlaubten Abkürzens. Alguersuari verlor daher seinen zehnten Platz an Force-India-Fahrer Vitantonio Liuzzi aus Italien.
Quelle: t-online.de
martin3107 schrieb:
am 29. August 2010 um 21:57:41
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manta manni
ich schaue schon 25 jahre formel 1. deshalb sage ich auch schummel schumi, weil ich nicht die groupie brille aufhabe. hört auf
immer die tatsachen wegzureden. wenn man kommis nur mit sinn schreibt, solltest du es am besten lassen.
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Hans schrieb:
am 29. August 2010 um 21:57:20
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Fahrer/Pilot
Die einzigen RED BULL PILOTEN fliegen beim RED BULL AIR RACE . Der Fahrer eines Formel 1 ist und bleibt ein Fahrer und kein
Pilot (Siehe auch Fahrerlager, Fahrervereinigung, Fahrerbesprechung u.s.w.) Lasst doch den sprachlichen Unsinn oder outet euch weiter als Nichtkenner der Materie.
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uralt formel1-fan schrieb:
am 29. August 2010 um 21:56:52
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das rennen
Endlich wieder mal was wo der zufall, die strategie, die gerechtigkeit, das glück und ganz am schluss der fahrer entschied.
Das
wäre Sport. Frank Williams sagte einmal; 2 Stunden ist es sport, der rest; buisness
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