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Skispringen: Abbruch in Engelberg - Drei Österreicher vorn

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Morgenstern und Österreich bleiben das Maß der Dinge

17.12.2010, 15:16 Uhr | sid

Österreichs Skisprung-Ass Thomas Morgenstern in Engelberg. (Foto: dpa)

Österreichs Skisprung-Ass Thomas Morgenstern in Engelberg. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Österreichs Star Thomas Morgenstern ist auf dem Weg zur 59. Vierschanzentournee nicht zu stoppen: In Engelberg feierte der 24-Jährige seinen 26. Weltcuperfolg, den dritten nacheinander. Allerdings wurde nur der erste Durchgang gewertet. Den zweiten Versuch verhinderte die winterliche Witterung. Die Plätze zwei und drei gingen ebenso an Österreicher: an die Tourneesieger 2010 und 2009, Andreas Kofler und Wolfgang Loitzl. Die DSV-Adler verfehlten abermals die Top Ten.

Severin Freund war als 13. der beste des Sextetts des Deutschen Skiverbandes (DSV). "Wir sind vom Ergebnis her nicht weitergekommen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

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Hocke und Uhrmann melden sich zurück

Morgenstern gewann mit einer Weite von 137 Metern und 134,4 Punkten vor Kofler (140/132,2) und Loitzl (136/128,6). Freund kam auf 129,5 Meter und 118,7 Punkte. Stephan Hocke belegte bei seinem Comeback im Weltcup einen ordentlichen 22. Rang, Routinier Michael Uhrmann kam auf Platz 27.

Neumayer, Freitag und Bodmer nicht unter den besten 30

Michael Neumayer, bisher konstantester deutscher Springer in einer durchwachsenen Saison, verpasste die Punkte-Ränge als 31. hauchdünn um 0,1 Punkte. Auch Richard Freitag (38.) sowie Pascal Bodmer (48.) kamen nicht unter die besten 30. "Schade, ich hätte gerne den zweiten Durchgang unserer Springer gesehen. Ich hatte den Eindruck, dass wir noch etwas Luft nach oben haben", sagte Schuster.

Nicht mit Morgenstern und Co. messen

Doch der Schneefall über der Gross-Titlis-Schanze war einfach zu stark. "Der Schnee ist eigentlich trocken genug, so dass wir ihn schnell aus der Spur kriegen würden. Allerdings schneit es einfach zu heftig, so dass wir mit dem Räumen nicht hinterherkommen", sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer über den Abbruch. So musste Schuster erneut ein enttäuschendes Ergebnis kommentieren. "Man sollte nicht jeden Tag Bilanz ziehen, was gut und was schlecht war", sagte er deshalb, und fügte mit Blick auf Landsmann Morgenstern an: "Mit einfachen Worten kann man den Unterschied nicht erklären. Es ist ein gewachsenes System, in dem jeder Athlet seinen Weg gefunden hat. Dieses Selbstverständnis müssen wir erst aufbauen."

Fortschritt bei Uhrmann

Zumindest Uhrmann machte einen verbesserten Eindruck. Nach desolatem Start in die Saison hatte er einen Verzicht erwogen, "doch ich versuche jetzt, jeden Sprung zu nutzen. Es ist zäh, aber ich habe einen Fortschritt gemacht." Sein altes Bindungssystem soll ihm alte Sicherheit bringen. "Aber das Material ist nur ein Tick. Ich muss richtig Ski springen", sagte er, und fügte an: "Aufgeben werde ich aber sicher nicht."

Das hat auch Neumayer nicht vor, obwohl er nach seinem schwachen Sprung sehr verärgert war. "Der Frust ist relativ groß, weil ich bisher eine ordentliche Saison hatte", sagte er. Mit Rang acht in Kuopio hatte er das beste Resultat der deutschen Mannschaft geliefert. In Engelberg aber "war ich in der Spur zu langsam und habe beim Absprung Fehler gemacht".

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Auch nicht ganz fehlerfrei, aber zufrieden mit seiner Rückkehr war Hocke. "Für den Moment war das okay, auch wenn es nicht 100 Prozent waren", sagte der 27-Jährige, der sich mit drei Siegen im Continentalcup empfohlen hatte. Freund fand seinen ersten Wettkampf-Sprung auf der größten Naturschanze der Welt auch "in Ordnung. Aber es hätte schon noch etwas weiter gehen können." Er darf sich trösten, laut Schuster gehört dem 22-Jährigen, der zum dritten Mal in diesem Winter auf Rang 13 landete, "die Zukunft".


Quelle: sid

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