10.12.2011, 18:00 Uhr
Richard Freitag rauscht durch die Harrachover Nacht. (Quelle: dpa)
Die deutschen Skispringer haben auch beim zweiten Team-Weltcup der Saison einen Podestplatz knapp verpasst. Das DSV-Quartett mit Maximilian Mechler, Michael Neumayer, Richard Freitag und Severin Freund kam in Harrachov mit 881,5 Punkten auf den vierten Rang. Den Sieg sicherte sich Norwegen mit 993,7 Zählern vor Weltmeister und Olympiasieger Österreich (956,0) sowie Slowenien (888,6).
Herausragender deutscher Springer war einmal mehr Freitag mit der Tagesbestweite von 140,5 und 135 Metern. In einer Einzelwertung hätte der neue deutsche Skisprung-Star hinter dem Norweger Anders Bardal Rang zwei erobert. "Das war Extra-Klasse", lobte Bundestrainer Werner Schuster, während Freitag gewohnt bescheiden von einem "recht guten" Sprung sprach: "Ich bin ganz zufrieden, auch wenn die Landung nicht gepasst hat."
Nach dem ersten Durchgang lag die deutsche Mannschaft als Dritter noch auf Podestkurs. Ein Patzer von Mechler, der den Vorzug vor Altmeister Martin Schmitt und Andreas Wank erhalten hatte, warf die DSV-Adler jedoch bis auf Platz sieben zurück. "Er hatte mit den Bedingungen kein Glück und auch leichte Probleme beim Timing. Das war natürlich ein Rückschlag", sagte Schuster. "Das kann passieren", sagte Freitag. Von einer falschen Aufstellung wollte Bundestrainer Schuster nichts wissen. "Was-wäre-wenn-Spielchen bringen nichts. Die Entscheidung für Maximilian war richtig."
Freitag brachte die deutsche Equipe mit seinen starken 135 Metern zwar zurück auf Rang drei, doch im letzten Versuch zog Slowenien wieder am DSV-Quartett vorbei. Freund erwischte ähnlich wie Mechler keine guten Bedingungen und gab wie schon beim Saisonstart in Kuusamo das Podium noch aus der Hand. Ganze 7,1 Punkte fehlten am Ende auf die Slowenen. Schuster bilanzierte trotzdem zufrieden: "Wir haben zwei Spitzenleute, und das ist sehr angenehm. Aber das Eis ist noch dünn, die beiden Jungs müssen gesund bleiben."
Erstmals in diesem Winter bezwungen wurden die Überflieger aus Österreich. Die Norweger Bardal, Tom Hilde, Björn Einar Romoeren und Vegard-Haukoe Sklett verwiesen die Topfavoriten aus der Alpenrepublik, die alle vier Einzelwettbewerbe und auch das erste Teamspringen gewonnen hatten, auf Platz zwei. Trainiert werden die Wikinger vom Österreicher Alexander Stöckl.
Quelle: sid , dpa
ohne Worte schrieb:
am 10. Dezember 2011 um 18:22:02
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Skispringen Team
wir Deutschen haben einfach kein Glück, ich hätte es denen mal so gegönnt, wieder einmal auf dem Podium zu stehen, aber,
es ist immer ein Versager dabei. Hochachtung für Freitag, der bringsts noch zu was, auch Freund und vor allem Neumayer sind auf einem sehr guten Weg.
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