16.01.2010, 10:58 Uhr
In der Erfolgsspur: Andreas Wank wird in Sapporo Zweiter. (Foto: imago)Andreas Wank ballte immer wieder die Faust und genoss den bislang größten Erfolg seiner Karriere. In Abwesenheit eines Großteils der Weltelite stand der 21-Jährige als Zweiter beim Skisprung-Weltcup in Sapporo zum ersten Mal auf dem Podest. Mit Sprüngen auf 126 und 136,5 Meter musste Wank (267,5 Punkte) lediglich dem Österreicher Thomas Morgenstern um 4,0 Punkte den Vortritt lassen.
Der Olympiasieger setzte sich mit Weiten von 131,5 und 131 Metern durch. Dritter wurde der Japaner Daiki Ito, der nach Sprüngen auf 133 und 128 Meter 1,2 Punkte hinter Wank lag. "Es ist einfach genial, als einer von drei Leuten auf dem Podest zu stehen. Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen", sagte der junge Deutsche.
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"Ich habe mir den Wettbewerb gemeinsam mit meinen Kindern im Fernsehen angeschaut und mich sehr gefreut. Das hat Andreas ganz hervorragend gemacht", lobte Bundestrainer Werner Schuster. In Wanks Sog erfüllte Georg Späth als Zehnter die halbe Olympia-Norm. Der Oberstdorfer kam auf 112 und 119 Meter. "Er hat sich zurückgemeldet", stellte Schuster zufrieden fest.
Im Kampf um das letzte noch freie Olympia-Ticket hat Wank nach seinem Top-Ergebnis allerdings die Nase klar vorn. "Er wird jetzt nur noch schwer zu verdrängen sein", meinte Schuster. Nach dem ersten Durchgang hatte Wank noch auf Rang sieben gelegen. Im Finale bewies der Junioren-Weltmeister von 2008 endlich einmal Nervenstärke und segelte mit dem weitesten Satz im zweiten Durchgang noch auf das Podium. Für den Berchtesgadener Michael Neumayer reichte es dagegen nur zum 18. Rang. Severin Freund (31.), Stephan Hocke (33.) und Maximilian Mechler (36.) lieferten eine enttäuschende Vorstellung ab und verpassten das Finale.
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Simon Ammann aus der Schweiz übernahm dank eines fünften Platzes die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung von Gregor Schlierenzauer (Österreich), der in Sapporo eine Wettkampfpause einlegt. Auch die Deutschen Martin Schmitt, Pascal Bodmer und Michael Uhrmann hatten auf die Reise nach Japan verzichtet.
Quelle: dpa
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