12.06.2010, 15:55 Uhr | sid, dpa
Stark, aber nicht stark genug:Benjamin Beckerhat bei den Gerry Weber Open im westfälischen Halle den Einzug ins Finale verpasst. Der 28-Jährige unterlag dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten Lleyton Hewitt aus Australien knapp in drei Sätzen mit 7:6 (7:4), 6:7 (3:7) und 2:6. Endspiel-Gegner von Hewitt ist der Schweizer Roger Federer, der im Halbfinale den zweiten deutschen Hoffnungsträger Philipp Petzschnermit 7:6 (7:4) und 6:4 besiegt hatte.
Der ungesetzte Becker zeigte sich zwar auch gegen den ehemaligen Wimbledon-Gewinner lange in einer starken Verfassung, konnte seine gute Form beim mit 750.000 Euro dotierten Turnier im entscheidenden dritten Satz aber nicht halten. Für den Weltranglisten-52. wäre es der erste Finaleinzug seit seinem einzigen Turniergewinn in Herzogenbosch im Jahr 2009 gewesen. "Der zweite Tiebreak hat den Unterschied gemacht. Dort habe ich zwei Big Points verloren", sagte Becker. "Im dritten Satz hat Hewitt dann seinen Rhythmus gefunden. Wenn er sich in ein Match zurückkämpfen kann, wird es gegen Lleyton immer schwierig", fügte Becker hinzu.
Im ersten Durchgang dominierten sowohl Hewitt als auch Becker ihre Aufschlagspiele und ließen fast keine Punkte des Gegners bei eigenem Service zu. Im Tiebreak gelang dem Deutschen früh ein Mini-Break und er verteidigte den kleinen Vorsprung bis zum Satzgewinn. Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild zunächst nicht, erst beim Stande von 3:4 ließ Becker Breakbälle zu. Zwar gewann der Australier das Spiel, doch der Deutsche holte sofort das Rebreak. Im zweiten Tiebreak des Spiels behielt Hewitt aber dann doch die Oberhand.
Rainer Schüttlers Finaltraum beim ATP-Turnier im Londoner Queens Club ist ebenfalls geplatzt. Der 34-Jährige verlor im Halbfinale gegen den Amerikaner Sam Querrey trotz tapferer Gegenwehr mit 7:6 (11:9), 5:7 und 3:6. Im zweiten Semifinale standen sich anschließend Querreys Landsmann Mardy Fish und Feliciano Lopez gegenüber. Der Spanier hatte in der Runde der letzten Acht überraschend das Duell mit dem frisch gekürten Weltranglisten-Ersten und French-Open-Sieger Rafael Nadal für sich entschieden. Das Match gegen Fish verlor er dann mit 3:6 und 4:6. Damit stehen mit Querrey und Fish zwei Amerikaner im Finale.
Quelle: dpa , sid
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