21.07.2009, 18:55 Uhr
Rainer Schüttler scheidet aus. (Foto: imago)Er biss auf die Zähne und quälte sich bei jedem Schritt. Doch Tennis-Profi Rainer Schüttler gab nicht auf, obwohl er am Ende des ersten deutschen Duells am Rothenbaum gegen Florian Mayer bei jedem Seitenwechsel behandelt werden musste. Einen falschen Schritt hatte der Korbacher gemacht und sich dabei den linken Unterschenkel gezerrt. Mayer nutzte die Gunst der Stunde und schaffte mit einem 6:7 (3:7), 6:3, 6:3 den Sprung in die zweite Runde.
Es war das erste Mal in dieser Saison für den Bayreuther auf der ATP-Tour. Gegner des 25-Jährigen, der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutscht ist, wird der bei der Hamburger Traditions- Veranstaltung an Nummer sechs gesetzte Spanier David Ferrer sein.
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Für Schüttler war wie im vorigen Jahr wieder die erste Hürde zu hoch. Doch der Wahl-Schweizer nahm es mit Humor, obwohl der gezerrte Schenkel ordentlich schmerzte. Dem deutschen Meister hatte er zunächst einen offenen Schlagabtausch geboten, der die Zuschauer allerdings nur in punkto Spannung begeistern konnte.
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Mayer war meisterlich gestartet und rechtfertigte das Vertrauen von Bundestrainer Patrik Kühnen, der sich für eine Wildcard des einstigen Davis-Cup-Spielers stark gemacht hatte. Vor allem seine präzisen Stoppbälle brachten Schüttler ein ums andere Mal aus dem Konzept. Doch im erst dritten Saisonmatch auf der ATP-Tour fehlte ihm die Konstanz, den in diesem Jahr auch nicht erfolgsverwöhnten Korbacher wirkungsvoll zu beschäftigen.
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Im Tiebreak machte sich schließlich die Routine und Cleverness des vorjährigen Wimbledon-Halbfinalisten bemerkbar. Ruhig und abgeklärt verwies Schüttler seinen Kontrahenten in die Schranken. Zu spät wachte der auf Platz 150 durchgereichte Mayer auf. Danach aber gewann er gleich drei Spiele und schaffte den Satzausgleich - allerdings wieder nach einem Wechselspiel der Leistungen und Gefühle. Danach übernahm das Schicksal die Regie, als sich Schüttler bei 3:2-Führung im dritten Satz verletzte und seine Ambitionen humpelnd aufgab.
Philipp Kohlschreiber hat derweil erster deutscher Profi das Achtelfinale erreicht. Der an acht gesetzte Augsburger hatte bei seinem 6:2, 4:6, 6:4-Erfolg gegen den Italiener Potito Starace aber mehr Mühe als erwartet und konnte dabei nicht an seine starken Leistungen im Davis Cup gegen Spanien anknüpfen. Nächster Gegner des 25-Jährigen ist am Donnerstag Qualifikant Pablo Cuevas aus Uruguay, der überraschend den Österreicher Jürgen Melzer ausschaltete. Auch Daniel Brands ist überraschend weiter. Er schlug den topgesetzten Franzosen Gilles Simon mit 3:6, 6:4, 6:3.
Quelle: dpa
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