11.01.2010, 18:42 Uhr
Togos Nationalmannschaft bei der Ankunft in Lomé. (Foto: dpa)Die Nationalmannschaft Togos ist nach ihrer Rückkehr in die Heimat offiziell vom Africa Cup disqualifiziert worden. Das teilte der Afrikanische Fußball-Verband (CAF) mit. Das togoische Team war zwei Tage nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus mit drei Toten und mehreren Verletzten aus Angola abgereist. "Die Mannschaft ist disqualifiziert. Diese Gruppe wird aus drei Teams bestehen", sagte ein CAF-Sprecher.
Togo sollte am Montagabend gegen Ghana antreten. Neben dem deutschen WM-Vorrundengegner stehen nun noch die Elfenbeinküste und Burkina Faso in der Gruppe B des Afrika-Cups.
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Die Mannschaft hatte gehofft, nach der dreitägigen Staatstrauer ins Turnier einsteigen zu können. Togos Premierminister Gilbert Houngbo, der die Mannschaft mit einem Machtwort nach Hause beordert hatte, warf den Organisatoren schwerwiegende Versäumnisse bei der Aufarbeitung des Anschlags vor. "Sie wollten, dass so getan wurde, als hätte es diesen Vorfall nicht gegeben. Die Show sollte einfach wie geplant weitergehen", sagte Houngbo der BBC. "Es gab keinerlei Kooperation."
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Zudem warb der Premier um Verständnis für seine Entscheidung, das Team zurückzurufen. "Wir verstehen die Haltung der Spieler. Sie wollten auf ihre Weise für ihre toten Kameraden etwas tun. Aber es wäre unverantwortlich gewesen, sie das Turnier fortsetzen zu lassen", sagte er beim Empfang des Teams am Flughafen der Hauptstadt Lome. Die Delegation war mit einer Regierungsmaschine, in der sich auch die sterblichen Überreste der beiden getöteten Delegationsmitglieder befanden, vom Spielort Cabinda aus in die Heimat zurückgeflogen und dort von tausenden Landsleuten empfangen worden.
Wenige Stunden später konnten die Ermittlungsbehörden in Angola einen ersten Erfolg vermelden. "Die beiden Mitglieder der FLEC sind in der Nähe des Tatorts festgenommen worden", hieß es in dem von der staatlichen Nachrichtenagentur Angop veröffentlichten Statement des stellvertretenden Staatsanwalts der Unruhe-Region Cabinda, Antonio Nito.
Quelle: sid , dpa
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