27.07.2010, 11:18 Uhr | t-online.de, sid
Internationale Medien lassen kein gutes Haar an Alberto Contador nach seinem dritten Sieg bei der Tour de France. In seiner Heimat wird der 27-Jährige aber in den Himmel gelobt. "Er ist eine Legende des spanischen Sports. Er ist über sich hinausgewachsen", sagte Spaniens Sportminister Jaime Lissavetzky. Die Zeitung "El Mundo" stimmte mit ein: "Contador regiert wieder in Paris. Er ist einer der größten spanischen Sportler aller Zeiten."
In der Bestenliste der Tour stehen nur noch fünf Fahrer vor Contador. Doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der 27-Jährige mit dem großen Spanier Miguel Indurain gleichzieht, der es auf fünf Siege brachte. Contador selbst will davon nichts wissen: "Ich denke nicht an fünf oder an sieben Siege. Ich denke nur von Jahr zu Jahr."
Nach Meinung einzelner Luxemburger Medien, hat in diesem Jahr nicht der beste Fahrer die Tour gewonnen. "Schleck war der stärkste Fahrer der Tour. Er gewann die Frankreich-Rundfahrt zwar nicht, doch ließ er Contador bis zuletzt zweifeln", schrieb das "Tageblatt". Die Franzosen, bei denen Schleck viele Sympathien gewann, sind ebenfalls auf der Seite des Saxo-Bank-Profis. "Der Spanier war ohne Zweifel schwächer als Andy Schleck, aber seine Gaunerei und seine Erfahrung haben ihm den dritten Sieg beschert", hieß es in "France Soir". "Liberation" meinte: "Der Jahrgang 2010 markiert ein unvollendetes Duell zwischen dem Regenten Contador und seinem Kronprinzen Schleck."
Am Montagabend war Contador von Jose Luis Zapatero in den Moncloa-Palast eingeladen worden. Der Premierminister kommt derzeit aus dem Händeschütteln nicht mehr raus. In den vergangenen drei Wochen hat Rafael Nadal Wimbledon, Spanien die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika und Contador die Tour gewonnen. Fernando Alonsos Sieg beim Formel-1-Rennen in Hockenheim verkam da fast zur Randnotiz. "Wir haben die perfekte Formel gefunden. Es ist unvorstellbar, einen Juli zu erleben, wie wir ihn erlebt haben", sagte der stolze Lissavetzky: "Es ist einfach spektakulär. Wir haben gute Athleten in allen Disziplinen."
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Allerdings heftet vielen spanischen Erfolgen ein fader Beigeschmack an. Nicht zuletzt wegen des laschen Umgangs mit der Dopingaffäre um den Arzt Eufemiano Fuentes, aus dessen Akten das Kürzel A.C. wie von Geisterhand verschwand. Auch Lissavetzky hatte sich in der Affäre nicht gerade als großer Aufklärer hervorgetan.
Außerdem waren da noch diese ominösen 39 Sekunden, um die Contador den Luxemburger Andy Schleck distanzierte. Jene 39 Sekunden, die er durch eine Attacke in den Bergen gewann, als Schleck gerade die Kette abgesprungen war. "Schleck hat zwar nicht gewonnen, doch ich denke, er ist zumindest so etwas wie der Meister der Herzen", sagte Luxemburgs Sportminister Romain Schneider. In dem Großherzogtum ist man sich sicher, in den nächsten Jahren wieder einen Tour-Sieger zu haben. Allen voran der erneut zweitplatzierte Schleck. "Im nächsten Jahr werde ich wieder vorne präsent sein. Außerdem habe ich noch zehn Jahre Zeit, die Tour zu gewinnen", sagte der 25-Jährige.
Fabian Wegmann freut sich, endlich in Paris zu sein und auf ausgiebiges Feiern nach drei Wochen Tour de France. zu Wegmanns Tour Blog
Das Duell zwischen Contador und Schleck hat das Potenzial, in den nächsten Jahren einer der packendsten Zweikämpfe der Geschichte der Tour zu werden. Verbessert sich Schleck zudem im Zeitfahren, ist der erste Luxemburger Sieg seit 1958 mehr als realistisch, denn Contador hat in diesem Jahr gezeigt, dass er nicht frei von Schwächen ist.
Quelle: sid , t-online.de
Amigo schrieb:
am 30. Juli 2010 um 10:37:11
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xyz234
ganz schön mies und frech alle Spanier als unfair zu bezeichnen. Deutschland ist doch nur mit den Worten Weltmeister. Schon vor der
WM sind unsere aroganten, hochbezahlten Spieler WM. Was diese Spieler sich leisten, da würde jeder andere AN seine Kündigung bekommen. Jetzt die Leichtathleten, 12 Medallien sind drin. Wo denn? Olympischen Spielexxx Medallien???? usw. usw. Spanien ist zurecht WM geworden, sie spielen den besten Fußball. Brutale Fouls kam von den NL. Contador ist der beste Fahrer.
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xyz234 schrieb:
am 28. Juli 2010 um 01:00:29
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Contador
Der ist sowieso gedopt und irgendwann wird das Geständnis kommen... Dazu aber noch unfair wie alle Spanier... Puyol im Finale mit
klarer Notbremse,Alonsos Sieg durch Stallorder usw...
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FÄHNN schrieb:
am 27. Juli 2010 um 21:21:21
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Was soll das...?
Was es bei keiner anderen Sportart gibt, soll bei den Radprofis gelten? Das ein vermeintlicher "Favorit" alle Vorrechte
genießt und das Feld zu warten hat, wenn mal ein Defekt oder eine Unpässlichkeit eintritt. Oder soll hier ein neuer Armstrong installiert werden?
P.S. Schleck hat Contador attackiert, als die Technik nicht mitspielte und nicht umgekehrt…?
Langsam versteht man auch A. Klöden u.a., dass sie mir den `Medien` kaum noch kommunizieren.
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