09.07.2010, 17:16 Uhr | t-online, sid
Mark Cavendish kommt immer besser in Fahrt. Der Brite feierte nur 24 Stunden nach seinem ersten Etappensieg bei der 97. Tour de France seinen zweiten Tageserfolg. Nach den 227,5 Kilometer von Montargis nach Gueugnon war der Columbia-Profi im Massensprint nicht zu schlagen und verwies den Amerikaner Tyler Farrar auf Rang zwei. Zu den Geschlagenen der 6. Etappe zählte auch Gerald Ciolek, der nach seinem zweiten Rang am Vortag diesmal Fünfter wurde. Durch das Sprintfinale gab es keine Veränderungen in der Gesamtwertung (die besten Bilder der 6. Etappe).
Der Schweizer Fabian Cancellara trägt das Gelbe Trikot (die Gesamtwertung im Überblick) in die Alpen, wo am Wochenende die ersten beiden Bergankünfte anstehen. Dort wird es erstmals zum großen Showdown der Top-Favoriten Alberto Contador und Lance Armstrong kommen, die sich diesmal noch im großen Feld verstecken konnten und zeitgleich mit Tagessieger Cavendish ankamen.
"Es war unglaublich. Die Jungs haben perfekt gearbeitet. Columbia ist kein Team, das mit acht Mann für Mark Cavendish fährt. Ich bin einfach nur der letzte Fahrer in einer Neun-Mann-Einheit", sagte Cavendish nach seinem insgesamt zwölften Tour-Etappensieg. "Am Ende war es ein wirklich hartes Rennen, aber jetzt sind wir wieder mittendrin im Kampf um das Grüne Trikot." Dieses trägt weiter der Norweger Thor Hushovd, der sich diesmal mit dem zehnten Platz begnügen musste (die Punktewertung im Überblick) und nur noch vier Punkte vor Alessandro Petacchi liegt. Und Cavendish liegt längst auf der Lauer.
Die Sprintlegende bricht im Sportkolleg die Bestmarke der Wasserträger. zum Video
Entsprechend schickte Teamkollege Tony Martin schon mal eine deutliche Botschaft an die Konkurrenz. "Cav war unglaublich. Er ist ab jetzt im Sprint nicht mehr zu schlagen", tönte der Deutsche, der seinen Teil zum Erfolg beigetragen hatte. Der 25-Jährige opferte sich bei Temperaturen von fast 40 Grad erneut im Columbia-Zug auf und leistete wertvolle Tempoarbeit für die Mannschaft, die sich auch über einen Etappensieg von Andre Greipel bei der Österreich-Rundfahrt freuen durfte.
Bevor es zum Massensprint gekommen war, bestimmte eine dreiköpfige Ausreißergruppe die längste Tour-Etappe 2010. Das Trio, zu dem auch Sebastian Lang gehörte, war über 200 Kilometer an der Spitze. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel war der Fluchtversuch aber beendet.
Das Team Milram teilte derweil mit, dass es bei der Suche nach einem neuen Geldgeber für 2011 nur noch auf ein weiteres Engagement des bisherigen Hauptsponsors Nordmilch hofft. "Es sieht jetzt wirklich so aus, dass kurzfristig Milram die einzigen sind, die uns nun noch helfen können", sagte Teammanager Gerry van Gerwen der "Süddeutschen Zeitung". In den kommenden Tagen solle es deshalb ein Krisengespräch mit der Spitze des Bremer Konzerns geben. Nordmilch hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Finanzierung zum Saisonende 2010 einzustellen.
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Quelle: t-online.de , sid
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