03.07.2011, 21:31 Uhr
Alberto Contador musste auf der ersten Etappe der Tour de France einen Rückschlag einstecken. (Foto: imago)
Die zynische Schlagzeile brachte den völlig verpatzten Start in die Tour de France auf den Punkt. "Kein Festtag für dich, Alberto", titelte die "L'Équipe" schon nach dem desaströsen Auftakt Alberto Contadors in die Rundfahrt. Auf dem Bild darunter rollte ein sichtlich mitgenommener Titelverteidiger mit hängenden Schultern über den Zielstrich. Über eine Minute hatte der in einen Massensturz verwickelte Contador auf seinen großen Rivalen Andy Schleck bereits auf den ersten 191 von insgesamt 3.430 Kilometern verloren.
Am zweiten Tag im Mannschaftszeitfahren in Les Essarts kamen noch ein paar Sekunden hinzu, so dass Contador schon 1:38 Minuten hinter Schleck liegt. "Es tut weh, Zeit zu verschwenden. Es wird schwer sein, jede einzelne Sekunde zurück zu gewinnen", hatte der Saxo-Bank-Kapitän spät am Abend nach der ersten Etappe gesagt. Die Konkurrenz zeigte eher Mitleid als Freude darüber, dass Contador bei einem Massensturz etwa acht Kilometer vor dem Ziel aufgehalten worden war. So einen Vorteil wolle er nicht haben, meinte Schleck und auch Cadel Evans wiegelte Fragen nach einer kleinen Vorentscheidung ab: "Es war sicher eine Überraschung, aber es ist noch gar nichts entschieden."
Massenstürze bremsen den großen Favoriten auf der ersten Etappe zwischen der Passage du Gois und Mont des Alouettes aus.
Evans betonte aber auch, dass jede gewonnene Sekunde wichtig sei, schließlich hatten den Sieger und den Zweiten im vergangenen Jahr nur 39 Sekunden getrennt. Contadors Teamchef Riis maß der Situation keine große Bedeutung zu. Er wolle jetzt keine Fehlerdiskussion anfangen.
Dabei würde das Contador vielleicht helfen. Es war sicherlich kein Zufall, sondern vielmehr ein taktischer Schachzug, dass sich alle Anwärter auf den Gesamtsieg zum Zeitpunkt des Sturzes im vorderen Teil des Feldes befanden - außer Contador und dessen Landsmann Samuel Sanchez. "Wir wussten, dass es ein hektisches Finale wird. Deshalb haben wir vor der Etappe abgesprochen, dass wir uns weit vorn aufhalten wollen", sagte Andy Schleck.
Der Luxemburger teilte seinem Manager Giovanni Lombardi am Abend laut "L'Équipe" mit, dass er schon "vor dem Sturz den Eindruck hatte, dass Alberto nicht gut aussah". Die Buhrufe bei der Präsentation und das noch immer schwebende Dopingverfahren scheinen Contador offenbar doch zu beeinflussen.
Bereits vor zwei Jahren hatte Contador durch einen taktischen Fauxpas Zeit verloren. Auf der dritten Etappe nach La Grand-Motte wurde das Feld auf einer Windkante auseinandergerissen. Contador verschlief den Antritt und verlor 41 Sekunden auf Lance Armstrong. Der Texaner kommentierte den Fehler von Contador süffisant: "Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu merken, dass man an der Spitze fahren muss."
Gegen Armstrong machte Contador die Zeit in den Bergen mühelos wett. Das gleiche Manöver dürfte dem 28-Jährigen gegen Schleck nicht so einfach gelingen. Im vergangenen Jahr gewann Contador in den Bergen lediglich Zeit gegenüber Schleck, als diesem in einer entscheidenden Situation die Kette vom Zahnkranz fiel.
Lediglich im Zeitfahren hatte Contador seine Überlegenheit ausgespielt. In diesem Jahr steht der alleinige Kampf gegen die Uhr lediglich einmal am vorletzten Tag auf dem Programm. Contador wäre somit gut beraten, dort mit weniger Rückstand als nach der 1. Etappe anzutreten.
Im Sprint oder in den Bergen: Die Sturzgefahr ist ein ständiger Begleiter der Tour-Fahrer. zum Video
Quelle: dapd
Max schrieb:
am 3. Juli 2011 um 18:13:18
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Tour
Man sollte die Tour einstampfen. Das ist doch das Allerletzte, diese ganzen Gedopten, und es geht nur ums Geld. Gut, dass ARD/ZDF bald
nicht mehr berichtet. Und Contador sollte sowieso gesperrt sein.
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Manne schrieb:
am 3. Juli 2011 um 17:40:25
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Faszination
Ich schaue weiterhin fasziniert zu!
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uz schrieb:
am 3. Juli 2011 um 16:03:01
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Doping
Warum die Tour noch gucken. Es geht doch nur ums Geld. Und "Herr" Jan Ulrich kann alle auslachen, denn er hat seine Millionen
unredlich erworben.
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