18.07.2011, 15:16 Uhr
Alberto Contador setzt auf dem Weg in die Alpen ein Zeichen. (Foto: imago)
Die letzte Woche der Tour de France hat begonnen und die Alpen stehen vor der Tür. Die Entscheidung, wer im Gelben Trikot nach Paris fahren darf, rückt näher. Die Top-Fahrer wie die Schleck-Brüder Andy und Fränk, Cadel Evans, Thomas Voeckler und Alberto Contador werden zeigen müssen, was sie draufhaben. Der bisher eher unauffällige Contador macht deutlich, dass mit ihm zu rechnen ist. Vor der 16. Etappe von Saint-Paul-Trois-Chateaux nach Gap (ab 13.00 Uhr im Live-Ticker) bläst der Titelverteidiger zum Angriff.
"Ich werde in den Alpen attackieren", sagte Contador. Nur so könne er die Tour noch gewinnen, nach dem Zeitverlust aus der ersten Woche. Dem Zeitfahren am Samstag in Grenoble misst Contador keine große Bedeutung bei. Er glaube nicht, dass das Rennen erst im Kampf gegen die Uhr entschieden werde. Dafür seien die Etappen auf den Galibier und nach Alpe d'Huez zu schwer.
Der Brite feiert auf der 15. Etappen seinen vierten Sieg. Großen Anteil daran hat die perfekte Vorarbeit seiner Mannschaftskollegen. zum Video
Contador hofft darauf, dass sich die zaghaften Angriffe der Schlecks in den Pyrenäen rächen werden. Die Brüder vermochten es nicht, dem ganz offensichtlich angeschlagenen Kletterkönig eine bedeutende Hypothek aufzubürden. Der am Knie verletzte Contador konnte nahezu problemlos folgen und gewann so wertvolle Zeit, um seine Verletzung vor den Alpen auszukurieren.
Nutznießer des gegenseitigen Belauerns von Contador und den Schlecks könnte Evans sein. Der Australier, oft als ewiger Zweiter abgehakt, ist als Dritter in einer hervorragenden Position. Im Zeitfahren dürfte der Ex-Weltmeister die 17 Sekunden auf Frank Schleck locker gutmachen. Evans muss also lediglich mitfahren, eigene Attacken hat er nicht nötig. Sogar Contadors Teamchef Bjarne Riis tippt auf Evans als Tour-Sieger.
Gespannt sein kann man auf Thomas Voeckler. Der Träger des Gelben Trikots glaubt selbst nicht an seine Siegchance. "Die Chance ist null", sagte Voeckler. Doch die Konkurrenz hat den Franzosen noch auf dem Zettel für die anstehenden Bergetappen. "Voeckler hat es selbst in der Hand", sagte Cadel Evans. Selbst Alberto Contador traut dem tapfer kämpfenden Voeckler noch eine Menge zu. "Er ist in einer unglaublichen Form. Ich sehe ihn auf einer Stufe mit Evans", sagt der Spanier.
Dabei geht es auf der 16. Etappe erst langsam Richtung Alpen auf einem nicht allzu schwierigen Kurs von 162,5 Kilometern Länge. Eine Zweier-Bergwertung hinauf auf den Col de Manse müssen die Fahrer bewältigen - Nichts im Vergleich zu den Herausforderungen, die auf der 17. und 18. Etappe warten.
Quelle: dapd
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