Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Die Favoriten im Check von Experte Marcel Wüst

...

Wer gewinnt die Tour? Die Favoriten im Check

18.07.2011, 10:48 Uhr

Cadel Evans hat nach Ansicht von Marcel Wüst gute Chancen auf den Gesamtsieg. (Foto: Imago)

Cadel Evans hat nach Ansicht von Marcel Wüst gute Chancen auf den Gesamtsieg. (Foto: Imago)

Von Marcel Wüst

Die Tour de France war bisher vor allem auch eine Tour der schweren Stürze. Das Favoritenfeld dezimierte sich dadurch fast täglich. Vor dem Showdown der Rundfahrt in den Alpen stellt t-online.de-Tour-Experte Marcel Wüst seine Einschätzung der möglichen Tour-Sieger vor.

Tour de France 2011: Die besten Bilder der 15. Etappe
6 Bilder von 10

Thomas Voeckler:

Nach eigenen Aussagen hat er zwar "keine Chance auf den Sieg", doch wenn es jemanden gibt, dem es die Radsport-Fangemeine gönnen würde, dann dem sympathischen Kämpfer. Er wird allerdings auf den langen Alpenetappen seinen Leistungen in den Pyrenäen Tribut zollen müssen. Ob es dann auch moralisch noch reicht, den Rückstand in Grenzen zu halten und eventuell unter die ersten zehn Plätze zu fahren bleibt abzuwarten.

Tour de France 2011: Diese Fahrer sind schon raus
6 Bilder von 31

Fränk Schleck:

Durch die taktisch kluge Attacke in Luz Ardiden hat er ein 20-Sekunden-Polster herausfahren können, dass allerdings kaum dem letzten Zeitfahren standhalten wird. Dort ist er im Vergleich zu Evens und eventuell auch Basso auf jeden Fall schwächer - also müssen weitere Angriffe folgen. Ob diese dann für den eigenen Zeitgewinn oder als taktische Variante für einen Konter seines Bruders Andy sein werden, wissen wohl nur die beiden selber.

Cadel Evans:

Er fährt unauffällig, kontrolliert die Situation wo er kann und ist bei gleicher Ausgangsposition vor dem Zeitfahren der logische Tour-Sieger. Allerdings wird Evans die Angriffe auf den Bergankünften kontern und mitgehen müssen und gerade was die Ankunft in Alpe d’Huez angeht steht dahinter ein kleines Fragezeichen. Wird der eher kräftigere Evans den reinen Bergfahrern, die wissen dass sie ihn abschütteln müssen, folgen können? Die Antwort auf diese Frage gibt es erst nächsten Freitag.

Andy Schleck:

Er schien immer den lockersten Eindruck zu machen, wenn es zur Bergankunft nach oben ging, daher die Frage: Warum hat er nicht attackiert? Die Tour ist in diesem Jahr taktisch geprägt und ausgewogen wie nie – daher fehlt ihm physisch vielleicht gar nichts zur Attacke, aber er wartet noch auf den richtigen Zeitpunkt. Die Konstellation mit seinem Bruder macht ihn bei frühen Angriffen am Schlussanstieg zu dem Tour-Favoriten schlechthin, vorausgesetzt diese Entscheidung wird an einer Bergankunft fallen.

Ivan Basso:

Der Italiener ist ein heißer Kandidat für das Podium. Fakt ist, dass er nach einem verkorksten Start in die Saison bei der Tour noch nicht mit Topform angekommen ist. Es hat den Anschein, als würde er immer stärker und bei seiner Erfahrung und Klasse kann er einen Riesencoup landen. Immer darauf bedacht, das Tempo am Berg hochzuhalten, um so die Attacken der Schleck–Brüder zu verhindern, ist er eher ein Fahrer der es gleichmäßig liebt. Sollte er einmal einen kleinen Vorsprung bei einer der Bergankünfte herausgefahren haben, wird es schwer ihn wieder einzuholen. Zeitfahrtechnisch auf Augenhöhe mit Contador und den Schlecks – nur Evans dürfte ihm Probleme bereiten.

Sammy Sanchez:

Anfangs noch mit größerem Rückstand, gewährten ihm die Topfavoriten einen "Freifahrtsschein" auf der ersten Bergankunft, mit dem Resultat, dass er sich wieder unter den Besten der Gesamtwertung etabliert hat. Der Baske hat zwar ein unermüdliches Angreiferherz, allerdings wird ihm das vermutlich nur dann helfen, wenn sich aufgrund einer frühen Attacke von ihm die anderen Topfahrer neutralisieren. Sein Ziel auf das Podium zu kommen ist meiner Ansicht nach das maximal mögliche, es wäre wegen seiner fehlenden Zeitfahrerqualitäten sogar eine Überraschung. Aber gerade die Basken sind für solche Momente immer gut. Dafür bietet sich vor allem die Ankunft in Italien an – als hervorragender Abfahrer kann er dort auf den letzten acht Kilometern etwas starten.

Alberto Contador:

Er ist die große Unbekannte der Tour. Leichtfüßigkeit und Lockerheit hat man bei ihm bisher noch nicht gesehen hat – Leidensmiene und schweren Tritt allerdings sehr wohl. Die Vermutung, dass er nur blufft und erst am Galibier und in Alpe d’Huez die Katze aus dem Sack lässt, scheint mir durchaus wahrscheinlich. Im Augenblick fährt er, auch medial, relativ unbehelligt einfach mit und lässt alle im Dunkeln tappen. Trotz seines noch relativ großen Rückstandes wird er in Paris auf dem Podium stehen, und die Chancen, dass er es bis auf die höchste Stufe schafft sind gar nicht so schlecht.

Damiano Cunego:

Der kleine Kämpfer aus Italien scheint immer am Limit zu fahren, dennoch rettet er sich immer wieder favoritennah ins Ziel. Seine persönliche Zielsetzung wird es eher sein, einen Etappensieg zu landen, denn für das Podium fehlen ihm meiner Ansicht nach die Kraft am Berg und Zeitfahrqualitäten. Beim Heimspiel in Pinerolo wird er aber da sein, und mit seiner für einen kleinen Bergfahrer erstaunlichen Endschnelligkeit hat er dort die besten Chancen auf Blumen und die Etappensiegerküsschen.


 

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Tour de France: Die Favoriten im Check von Experte Marcel Wüst" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Tour de France: Die Favoriten im Check von Experte Marcel Wüst" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (18)

zum Forum

Thema: "Tour de France: Die Favoriten im Check von Experte Marcel Wüst"

Jojo schrieb: am 18. Juli 2011 um 20:47:01
(0) (0) TdF
Egal ob Doping oder nicht. Die Tour ist und bleibt eine Tortur.

Kommentar melden

Ludwig schrieb: am 18. Juli 2011 um 20:26:52
(0) (0) jawoll
Doping im Fußball bringt nichts! Das Zeugs muss in den Spieler!

Kommentar melden

Bernhard schrieb: am 18. Juli 2011 um 20:26:07
(0) (0) Doping Fußball
Anzahl der unangemeldenten Trainingskontrollen der NADA in 2010: Fußball: 501 auf Urin, KEINE auf Blut (und damit keine auf
EPO)! Radsport:608 insgesamt, 321 auf Urin, 287 auf Blut! Und jetzt stellt das mal in Zusammenhang mit der Anzahl der Profisportler. Straßenradprofis: 36; Fußballer: >1000 ... nur wer sucht wird auch finden - noch Fragen?
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Riesiger Fernsehgenuss
Knüller knallhart bei euronics.de

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Hier sparen Sie bis zu 90%
Bildschöne Mai-Schnäppchen zum kleinen Preis - bei Hugendubel.de

Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt
Wenn es regnet, muss er niesen, weil Wasser in seine Nasenöffnungen läuft: Der Stumpfnasenaffe aus Birma (Quelle: dpa)

Ein Affe, der bei Regen niesen muss. mehr

Schumi holt bitterste Bestzeit seiner Karriere
Michael Schumacher auf dem Circuit des Monaco. (Quelle: dpa)

Formel-1-Star wird strafversetzt. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Tour de France
Trainieren wie die Profis
Im Windschatten von Hans-Michael Holczer (Mitte) und Christian Henn: t-online-Redakteur Arne Henkes (Foto: Darren Francis)

t-online-Redakteur Arne Henkes erlebt die Tour hautnah. mehr

Tour de France 2011
Die spektakulärsten Bilder der Tour 2011
Johnny Hoogerland (Foto: Reuters)

Gestürzte Helden, Husarenritte und ein jubelnder Australier. Foto-Show

Tour de France 2011
Die schrillsten Trikots im Peloton
Unglaublich: Mario Cipollini gibt eine Anatomiestunde auf dem Rad.

Mario Cipollini schoss einst den Vogel ab. zur Foto-Show

Tour de France 2011
Bikini-Girls, Spritzen und die Biene Maja
Diese weiblichen Tour-Fans sorgen sicher für eine Sondermotivation bei den Radprofis. (Foto: imago)

Die Tour ist immer ein Treffpunkt verrückter Fans. zur Foto-Show


Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige