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Tour de France: Die größten Doping-Skandale

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Die größten Doping-Skandale der Tour de France

30.09.2010, 08:51 Uhr | sid, t-online.de

Spiel eine wichtige Rolle in der Tour-Geschichte: die Doping-Kontrolle nach den Etappen. (Foto: imago)

Spiel eine wichtige Rolle in der Tour-Geschichte: die Doping-Kontrolle nach den Etappen. (Foto: imago)

Die Tour de France hat schon viele große Sieger hervorgebracht. In Erinnerung bleibt jedoch meist das Negative, die Skandale, die vielen Doping-Fälle. Und davon gab es in der 107-jährigen Geschichte einige. Von Tom Simpson über Bjarne Riis, Erik Zabel, Jan Ullrich, Floyd Landis, Patrick Sinkewitz bis zum neuesten Fall Alberto Contador. Meist waren es die Gewinner, die Stars, die positiv getestet wurden. Das Vertrauen der Fans und Sponsoren in den Sport ist über die Jahre und mit der Häufung und Weiterentwicklung des Dopings immer weniger geworden. Die künstliche Leistungssteigerung ist fast ein Teil des Sports geworden.

Doping bei der Tour hat Tradition. Schon 1966 wurden erstmals Kontrollen durchgeführt, die Fahrer protestierten. Ein Jahr später wurden die Auswüchse der künstlichen Leistungssteigerung erstmals sichtbar. Ex-Weltmeister Tom Simpson brach beim Aufstieg zum Mont Ventoux zusammen und starb später im Krankenhaus. Simpson war mit Amphetaminen gedopt. Auch Rad-Legende und fünfmaliger Tour-Sieger Eddy Merckx wurde positiv getestet - allerdings beim Giro d'Italia. 1969 konnte er bei der Tour nur starten, weil das Verfahren gegen ihn aus Mangel an Beweisen eingestellt worden war. (Zum Tour de France-Special)

Die Glaubwürdigkeitskrise 1998

Für einen der größten Skandale in der Geschichte der Tour de France sorgte das Team Festina bei der Rundfahrt im Jahre 1998. Der Betreuer des Teams, Willy Voet, wurde am Vorabend der ersten Etappe an der belgisch-französischen Grenze mit einem Wagen voller verbotener Mittel erwischt. Die mit Stars gespickte Mannschaft (Richard Virenque und Alex Zülle) durfte trotzdem an den Start gehen, wurde aber nach der Hälfte der Etappen aus dem Wettbewerb genommen. Die Skurilität kannte keine Grenzen. Viele andere Mannschaften flüchteten vor den Razzien der Polizei. Nur 97 von 198 gestarteten Fahrern und 14 von 21 Teams fuhren die Frankreich-Rundfahrt bis zum Zielort Paris zu Ende. Die Außenwirkung war fatal. Erstmals konnte eine systematische, flächendeckende Doping-Praxis aufgedeckt werden. Das Vertrauen in die Akteure schmolz dahin.

Der spanische Doping-Arzt

Vor der Tour 2006 kam es zum großen Knall. Spanische Behörden veröffentlichten eine Liste mit 58 Dopingverdächtigen. Unter ihnen die Favoriten Jan Ullrich, Ivan Basso, Joseba Beloki, Francisco Mancebo und Oscar Sevilla. Die Fahrer wurden noch vor dem Start ausgeschlossen. Ihnen wurde vorgeworfen in einen Skandal mit dem spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes verwickelt gewesen zu sein. Basso gab anschließend zu, Blutdoping betrieben zu haben. Ullrich beteuert immer noch seine Unschuld, trotz vieler Beweise.

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TV-Anstalten haben die Nase voll

Nicht nur die Fans wendeten sich mehr und mehr vom Radsport und im besonderen von der Tour de France ab. Nachdem der deutsche Radprofi Patrick Sinkewitz vom Team T-Mobile bei der Tour de France 2007 positiv getestet wurde, zogen sich die öffentlich-rechtlichen TV-Sender ARD und ZDF aus der Berichterstattung zurück. Für den größeren Skandal in diesem Jahr sorgte aber der Däne Michael Rasmussen. Er wurde kurz in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, als Träger des Gelben Trikots, von seinem Team Rabobank suspendiert. Zuvor hatte er Rasmussen mehrmals über seine Aufenthaltsorte bei Trainingskontrollen gelogen.

Auch in den darauf folgenden Jahren wurden immer wieder Fahrer vor, während und nach der Tour des Dopings überführt. Nun geht die Geschichte mit Alberto Contador, dem Toursieger 2010, weiter.


Quelle: t-online.de , sid

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