20.07.2010, 16:21 Uhr | sid, t-online, dpa
Lance Armstrong hat bei seiner Abschiedstour noch einmal seine Klasse aufblitzen lassen, allerdings ohne Happy End: Nach einer 195-Kilometer-Flucht und einem wahren Kraftakt in den Pyrenäen stand der siebenmalige Rekordsieger mit leeren Händen da (die besten Bilder der Etappe). Der 38-Jährige musste sich auf der Königsetappe der diesjährigen Tour de France über 199,5 Kilometer und vier Bergriesen nach Pau mit dem sechsten Platz im Zielsprint begnügen und verpasste damit den ersehnten Tagessieg.
Stattdessen triumphierte der Franzose Pierrick Fedrigo vor seinem Landsmann Sandy Casar und dem Spanier Ruben Plaza (Etappenergebnis im Überblick). Trotzdem stand einen Tag nach den Streitereien zwischen den beiden Topfavoriten Alberto Contador und Andy Schleck wieder Armstrong im Mittelpunkt. (Zum Tour de France-Special)
Der Texaner organisierte bereits kurz nach dem Start eine Ausreißergruppe und zeigte seine beste Leistung nach einer für seine Verhältnisse bislang desaströsen Tour. Der Texaner hatte bisher in den Bergen eine schwache Vorstellung abgeliefert und mehr als eine halbe Stunde auf die Favoriten verloren. "Ich war am Ende im Sprint einfach nicht schnell genug. Aber ich habe es wenigstens versucht", sagte Armstrong, der von den Strapazen des Tages sichtlich gezeichnet war. Die Etappen der Tour de France 2011
Die Favoriten auf den Tour-Sieg heißen Contador und Schleck, die sich nach dem sportlichen und verbalen Schlagabtausch diesmal aber eine Verschnaufpause gönnten. Beide erreichten das Ziel im Hauptfeld. Damit liegt Contador in der Gesamtwertung weiter acht Sekunden vor Schleck, nachdem der Spanier am Montag einen technischen Defekt seines Kontrahenten eiskalt zum Machtwechsel ausgenutzt hatte (Gesamtergebnis im Überblick). Die beiden sorgten aber dann auch für eine der Szenen der 16. Etappe.
Der amerikanische Profi scheitert auf den letzten Metern der 16. Etappe. zum Video
Contador und Schleck umarmten sich nach Zieldurchfahrt und zelebrierten vor laufender Kamera die große Versöhnung. "Wir haben während der Etappe über die Dinge von Montag gesprochen. Es ist wieder in Ordnung. Ich bin nicht weiter nachtragend", sagte Schleck und versprach einen guten Kampf bis Paris. Als Contador zum zweiten Mal während dieser Tour in das Gelbe Trikot schlüpfte, erklangen dennoch Pfiffe. Schleck rief die Fans dazu auf, das zu unterlassen. "Ich möchte mich wirklich entschuldigen", sagte derweil Contador und ergänzte: "Mich und Andy verbindet eine Freundschaft."
Die sportlichen Schlagzeilen gehörten diesmal aber Armstrong. Wenige Kilometer nach dem Start ergriff der RadioShack-Kapitän mit neun weiteren Flüchtlingen das Weite. In der Formation ging es schließlich über vier Pyrenäen-Riesen, angefangen mit dem Col de Peyresourde (Kategorie 1) über den Col d'Aspin (Kat. 1) bishin zum Tourmalet und Aubisque. Mit dem Tourmalet erhielten die Fahrer schon einmal einen Vorgeschmack auf Donnerstag, wenn der 2115 Meter hohe Pyrenäen-Riese Zielort der 17. Etappe ist.
Fabian Wegmann freut sich, endlich in Paris zu sein und auf ausgiebiges Feiern nach drei Wochen Tour de France. zu Wegmanns Tour Blog
Im letzten Teil der rasenden Abfahrt vom Aubisque hatte sich der Spanier Carlos Barredo von der Armstrong-Gruppe abgesetzt. Aber er konnte den Verfolgern in der Ebene nicht standhalten und wurde 1300 Meter vor dem Ziel "geschluckt". Armstrong versuchte im Schlussspurt einigermaßen mitzuhalten, musste dann rund 100 Meter vor dem Zielstrich aber einsehen, dass es keinen Zweck hatte. Er hörte auf zu treten und trudelte ins Ziel.
Für Armstrong dürfte damit die Tour ohne Etappensieg zu Ende gehen. Für den früheren Weltmeister, der seine letzte Tour und sein letztes Radrennen in Europa fährt, wäre es der insgesamt 23. Tour-Etappensieg seiner Karriere gewesen. Seinen letzten hatte er 2005 beim Zeitfahren in St. Etienne errungen.
Quelle: dpa , sid , t-online.de
Madita schrieb:
am 21. Juli 2010 um 09:50:53
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Armstrong
...verpasst den etappensieg knapp - ha ha da hätte er noch 5 Fahrer überholen müssen. vielleicht durfte er gestern mal in die
Medikamententasche greifen, ausserdem hat er sich 14 etappen lang ausgeruht. Greg Le Mond wird ihn zur Strecke bringen, er hat viele Zeugen und Beweise und mich sollte es nicht wundern, wenn Armstrong in den USA ins Kittchen wandert. Er hat keine Lobby mehr, keine freunde, keine Kumpels. er kann sich mit Winikouriv zusammentun, der ist auch so ein unsympatischer Typ.
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antidoper schrieb:
am 21. Juli 2010 um 08:10:04
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Armstrong
Alle haben Angst vor Armstrong. Krebs als Alibi. Wer diesen Mann verehrt, na ja!
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Andi schrieb:
am 20. Juli 2010 um 23:55:54
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Armstrong
Da hat der Lance aber ganz tief in die Trick- ääh Medizinkiste gegriffen.
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