19.07.2011, 18:12 Uhr
Auf der 16. Etappe kann Contador Zeit gutmachen.
Die Hammer-Etappen in den Alpen kommen bei der 98. Tour de France erst noch. Doch schon auf der 16. Etappe nach Gap ließen es Titelverteidiger Alberto Contador und der neue Gesamtzweite Cadel Evans mächtig krachen. Beide setzten sich am letzten Anstieg des Tages ab und machten Zeit gut auf ihre schärfsten Rivalen Andy und Frank Schleck. Evans war sogar so gut drauf, dass er Contador im Finale nochmals um drei Sekunden distanzierte und nun zum Top-Favoriten avanciert ist. (Die Tour-Ergebnisse im Überblick)
Seinen zweiten Tagessieg holte sich der Norweger Thor Hushovd, der vor seinem Landsmann Edvald Boasson Hagen ins Ziel fuhr. Bei widrigen Bedingungen mit Wind und Regen kam der Kanadier Ryder Hesjedal auf dem dritten Platz. Tony Martin landete als bester Deutscher auf Rang vier. Der Franzose Thomas Voeckler verteidigte das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtklassement.
"Ich habe mich wieder einmal gezeigt", sagte Martin, der in den Pyrenäen alle Chancen auf einen vorderen Platz in der Gesamtwertung verspielt hatte, sich nun aber ein wenig rehabilitierte. "Ein vierter Platz ist aber natürlich nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Als ich mit 20 Sekunden Rückstand auf Hushovd in die Abfahrt gestartet war, wusste ich, dass ich gegen einen solchen Weltklasse-Abfahrer keine Chance habe." Hushovds Garmin-Teamkollege Hesjedal meinte mit Blick auf Hagen: "Zwei gegen Einen ist nicht richtig kompliziert, zusammen läuft das ganz gut. Es war ein toller Tag, aber es war auch hart."
Contador setzte am Col de Manse zu einem Überraschungsangriff an, der aber sowohl von den Schleck-Brüdern als auch von den übrigen Favoriten zunächst abgewehrt wurde. Doch der Spanier ließ nicht locker und konnte sich tatsächlich lösen. Nur Evans und der Spanier Samuel Sanchez blieben am Hinterrad des dreimaligen Tour-Siegers. Die Schlecks dagegen rangen vergeblich um den Anschluss und waren die großen Verlierer des Tages.
Dass dies mehr als ein erster Vorgeschmack auf die kommenden Tage in den Alpen war, zeigte der Abstand im Ziel. Frank Schleck verlor 19 Sekunden auf Evans, 16 auf Contador. Andy Schleck lag sogar 1:09 Minuten hinter Evans, von Contador trennten ihn 1:06. Der Spanier bewies, dass er von nun an tatsächlich gewillt ist, jede sich bietende Chance wahrzunehmen. "Das war eine schöne Attacke und sehr wichtig für Alberto. Er hat sich wieder gesteigert. Das war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tagen erwartet", sagte Contadors Teamchef Bjarne Riis. Und Evans meinte: "Das war eine gute Attacke und somit ein guter Tag."
Die Schlecks rangen unterdessen vergeblich um den Anschluss. "Leider sind beide nicht die besten Abfahrer", sagte Leopard-Teamchef Brian Nygaard. "Die Lücke im Anstieg wurde dadurch auch bergab immer größer". Die Ausgangsposition vor den großen Alpenetappen hat sich damit wesentlich verändert. Zwar hat Contador weiterhin den Druck, attackieren zu müssen.
Die Schlecks sind nun ebenfalls deutlich in Zugzwang. Beide liegen hinter Evans, der als wesentlich besserer Zeitfahrer gilt. Frank muss vier Sekunden auf den Australier gut machen, Andy gar 1:18 Minuten. Contador hat sich bis auf 39 Sekunden an Andy heran geschoben, auf Frank fehlen ihm aber noch fast zwei Minuten. Die Luxemburger wollten ihre Niederlage aber nicht überbewerten, es sei kein Beinbruch und sie hätten in den Alpen ohnehin angegriffen. "Es ändert nichts an unseren Plänen, es ist keine Tragödie", sagte Frank.
Aus einer zehnköpfigen Spitzengruppe, die sich nach etwa 100 Kilometern formierte, hatte sich am Col de Manse Hesjedal abgesetzt, doch Teamkollege Hushovd und Boasson Hagen schlossen kurz nach dem Gipfel auf. Auf der Zielgeraden zog Hesjedal dem Weltmeister den Sprint an, Hagen konnte nicht mehr vorbeifahren.
Vor dem überraschenden Attacken der Favoriten war das Rennen die ganze Zeit hart umkämpft. Auf den ersten 80 Kilometern gab es fast ständig Attacken, das Peloton ließ aber zunächst keine Ausreißer gewähren. Auch Martin war bereits einmal beteiligt, hatte aber wie auch Christian Knees zunächst keinen Erfolg.
Quelle: sid , t-online.de
achim schrieb:
am 19. Juli 2011 um 21:11:40
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Doping
Dopen tun alle Hochleistungssportler, nur mehr oder weniger intelligent. Dopingmittel und Rauschgift legalisieren, dann bricht der
Mafia ein einträgliches Geschäftsfeld weg.
mehr
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Tessi schrieb:
am 19. Juli 2011 um 20:45:00
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Tour
Es gibt tatsächlich noch welche die sich mit den Marktführern im Doping beschäftigen oder dieses sogar gucken.
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Charly schrieb:
am 19. Juli 2011 um 20:34:50
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Tour
Ein Hoch auf EUROSPORT ihr macht das richtig super Leute
100 mal besser als die heuschlerichen öffentlich rechtlichen Einschlafprgramme
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