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Tour de France: Zuschauerin durch Polizeimotorrad getötet

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Zuschauerin durch Polizeimotorrad getötet

18.07.2009, 15:39 Uhr

So eng geht es bei der Tour de France zu. (Foto: imago) So eng geht es bei der Tour de France zu. (Foto: imago)Tragischer Zwischenfall auf der 14. Etappe der Tour: Nach 38 Kilometern ereignete sich am Ortsausgang von Wittelsheim ein tragischer Unfall. Ein die Tour begleitender Polizist der Garde Républicaine verletzte eine 61-jährige Zuschauerin so schwer, dass sie im Krankenhaus im Zielort Besançon starb.

Die Frau hatte kurz vor dem Eintreffen des Pelotons die Straßenseite wechseln wollen und nicht auf das Polizei-Motorrad geachtet, das mit einer Geschwindigkeit von gut 90 km/h unterwegs war.


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Zwei weitere Zuschauer verletzt

Anschließend rutschte das Motorrad noch in zwei weitere Zuschauer, beide schweben aber nicht in Lebensgefahr. Ein 61-jähriger Mann erlitt einen Beinbruch. Eine 34-jährige Frau, die ihr einjähriges Baby auf dem Arm trug, wurde mit einer Nackenverletzung ebenso ins Krankenhaus eingeliefert. Der Motorradfahrer klagte über Rückenschmerzen.

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Fahrer trifft wohl keine Schuld

"Die Untersuchungen zeigen kein Fehlverhalten des Motorradfahrers. Die Unvernunft des Opfers war wohl die Ursache für das Drama", sagte Alexandre Chevrier, stellvertretender Staatsanwalt in Mülhausen. Der Fahrer der republikanischen Garde, der laut Polizeichef Thierry Renard "erfahren und gut trainiert" sei, konnte nicht mehr ausweichen und stieß frontal mit der Frau zusammen.

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Schweigeminute vor dem Start der 15. Etappe

Tourchef Christian Prudhomme sprach sein Mitgefühl mit der Familie der verstorbenen Frau aus. "Die Tour ist in tiefer Trauer nach diesem schlimmen Unfall. Sicherheit ist unser höchste Ziel. Jedes Jahr stehen rund 12 Millionen Menschen an der Strecke. Da ist es wichtig, dass jeder die Sicherheitsvorkehrungen beachtet", sagte Prudhomme. Das Peloton legte vor der 15. Etappe von Pantarlier nach Verbier eine Schweigeminute ein.

Nicht der erste tödliche Unfall

Letztmals hatte es 2002 einen tödlichen Unfall bei der Tour gegeben, als ein sieben Jahre alter Junge von einem Auto der Werbekarawane erfasst worden war. Das Kind wollte über die Straße zu seiner Großmutter laufen und war auf der Stelle tot. Daraufhin hatte die Tour-Organisation einschneidende Maßnahmen ergriffen und die Fahrzeuge innerhalb der Tour-Karawane auf ein Drittel reduziert. Im Jahr 2000 hatte sich ein ähnlicher Unfall ereignet. Ein Zwölfjähriger starb, nachdem er vor ein Werbeauto gelaufen war. Der schlimmste Unfall ereignete sich 1964, als ein Versorgungsfahrzeug der Polizei gegen eine Brücke raste - dabei kamen 20 Personen ums Leben.


Quelle: dpa , sid

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