28.09.2009, 14:45 Uhr
Formel-1-Pilot Timo Glock wird wohl nicht mehr viele Rennen im Toyota bestreiten. (Foto: imago)Eigentlich hätte Timo Glock seinen zweiten Platz beim Nacht-Grand-Prix von Singapur ausgelassen mit seinem Team feiern können. Doch nach Party machen war dem Toyota-Pilot aus dem Odenwald nicht zumute. Denn kurz vor dem Rennen auf dem Stadtkurs teilte ihm Toyota-Teamchef John Howett mit, dass Glock das Team am Ende der Saison verlassen muss. Damit ist klar, dass die vertraglich festgelegte Option des Deutschen nicht gezogen wird.
Ein Sprecher des Teams bestätigte die Absage seitens der Japaner, ließ aber ein Hintertürchen offen: "Das bedeutet nicht, dass die Partnerschaft zu Ende ist. Die Türe ist nicht zu." Dieser Schritt gebe sowohl Toyota als auch Glock die Möglichkeit, sich auf dem Markt umzuschauen.
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Ebenso - relativ - undramatisch sieht es auch Glocks Manager Hans-Bernd Kamps: "Beide Seiten können sich auf dem Markt erkundigen", sagte er und betonte: "Wir sind natürlich loyal zueinander." Glock selbst wurde bei "Sport-Bild" Online mit den Worten zitiert: "Ich muss mich jetzt umschauen." Die Wirtschaftskrise und die Erfolglosigkeit von John Howett & Co. haben das ehrgeizig gestartete Formel-1-Projekt der Japaner in Gefahr gebracht. Es wird spekuliert, dass die Toyota-Bosse aus der Formel 1 aussteigen werden, sollten sich nicht private Investoren finden, die den Rennstall übernehmen.
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Nach dem Rennen forderte Glock erst einmal "das größte Glas Bier, das ihr finden könnt". Seinen Rauswurf wollte er aber nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Vor dem Toyota-Heimrennen in Suzuka will sich der Rennfahrer noch einmal mit den Konzernbossen zusammensetzen. "Mal sehen, was die so sagen und ob vielleicht dann doch was noch geht. Der Erfolg von Singapur kam jedenfalls zum richtigen Zeitpunkt."
Im Fahrerlager herrschte Entrüstung über die Entlassung Glocks. Mercedes-Sportchef Norbert Haug zeigte sich überrascht, und vor allem Sebastian Vettel entrüstete sich über das Vorgehen der Japaner: "Eine Riesensauerei! Aber Timo hat die richtige Antwort auf der Strecke gegeben." Glock war im unterlegenen Toyota hinter Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) auf den zweiten Platz gerast.
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Quelle: dpa , t-online.de
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