31.07.2010, 14:15 Uhr | dpa, t-online.de
Nach sieben Jahren steckt Rafael Márquez nicht mehr im Dress des FC Barcelona. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Der FC Barcelona und Rafael Márquez gehen künftig getrennte Wege. Nach sieben gemeinsamen Jahren und etlichen bedeutenden Titelgewinnen einigten sich die Katalanen und der 95-malige mexikanische Nationalspieler auf eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags. Der war noch bis zum 30. Juni 2012 datiert. Márquez, der 2003 aus Monaco nach Katalonien gekommen war, schließt sich nach 162 Einsätzen in der Primera Division Medienberichten zufolge seinem bisherigen Teamkameraden Thierry Henry an und kickt künftig bei den Red Bulls in New York.
Márquez gewann unter anderem vier Mal die spanische Meisterschaft, zwei Mal die Champions League sowie je einmal die Klubweltmeisterschaft und den Landespokal. Der 31-Jährige kam in der vorigen Saison bei Barça kaum noch zum Einsatz, genau 15-mal in der Liga. Mit der mexikanischen Nationalelf scheiterte er bei der WM in Südafrika im Achtelfinale wie schon 2006 an Argentinien. Im Eröffnungsspiel gegen Südafrika war Márquez der Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand gelungen.
Noch nicht über die Bühne, aber vereinsseitig im jedem Fall begrüßt, ist der Abgang Aliaksandr Hlebs. Der ehemalige Stuttgarter kam vor zwei Jahren vom FC Arsenal London nach Barcelona, setzte sich dort aber nicht durch. Hleb kam in der Primera Division insgesamt nur 19-mal zum Zuge. In der Runde 2009/10 kehrte der weißrussische Nationalspieler deshalb auf Leihbasis zum VfB zurück. Für einen Rückkauf ihres einstigen Regisseurs fehlte den Stuttgartern allerdings das Geld.
Hleb fehlt deshalb jetzt die Perspektive, zum Einsatz zu kommen. Das allerdings könnte sich schnell ändern, denn laut der spanischen Zeitung "AS" denken einige Klubs aus England darüber nach, den 29-Jährigen auf die Insel zurückzuholen. Genannt werden Aston Villa, der FC Sunderland und West Ham United, wo mit Thomas Hitzlsperger gerade eine andere frühere Stuttgarter Führungskraft und ein Ex-Kollege Hlebs gelandet ist. Aber auch West Hams Stadtrivale Tottenham und gar der FC Liverpool sollen ein Auge auf den schlaksigen Techniker geworfen haben. Kosten soll er "nur" noch fünf Millionen Euro, nachdem Barca im Sommer 2008 deren 12 nach London überwiesen hatte. Immerhin bescheinigt transfermarkt.de Hleb noch immer einen Marktwert von zehn Millionen Euro.
Quelle: dpa , t-online.de
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