22.12.2008, 10:02 Uhr
Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick (Foto: imago)Bei Herbstmeister 1899 Hoffenheim ist der Trainer der Star. "Keiner verdient mehr als ich. Das ist nur logisch. Derjenige, der die größte Verantwortung trägt, muss auch am meisten verdienen", sagte Ralf Rangnick dem "Spiegel".
Das Jahresgehalt des 50-Jährigen Fußball-Lehrers wird auf 2 Millionen Euro geschätzt. Topspieler wie Chinedu Obasi, Sejad Salihovic oder der kürzlich verpflichtete Timo Hildebrand sollen bei den Kraichgauern auf 1,9 Millionen Euro kommen.
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Dass seine Spieler sich durch ihre Leistungen ins Rampenlicht gespielt haben und woanders mehr verdienen können, weiß Rangnick: "Uns ist klar, dass wir ihnen jetzt mehr Geld zahlen müssen, wenn wir sie halten wollen. Das heißt aber nicht, dass wir ihre Bezüge nun verdoppeln." Ohnehin sei der finanzielle Aspekt in Hoffenheim nur sekundär, so Rangnick weiter: "Darum geht es nicht in erster Linie. Es beflügelt meine Spieler, wenn sie merken, dass sie hier komplettere Fußballer werden." Es gehe darum, den Spielern zu vermitteln, dass sie woanders zwar mehr verdienen können, aber Hoffenheim für ihre Entwicklung besser sei und sie dadurch ins Schaufenster für andere Klubs rücken können.
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Auch bei Bayern München ist der Trainer der Topverdiener, allerdings gemeinsam mit einem Spieler. Jürgen Klinsmann und Stürmerstar Luca Toni erhalten beide nach Schätzungen ein Jahressalär im hohen einstelligen Millionenbereich. Beim 1. FC Köln verdient Trainer Christoph Daum 2,2 Millionen Euro im Jahr, während Mittelfeldspieler Petit auf 1,6 Millionen Euro per annum kommt. Manager Michael Meier hält das Hoffenheimer Modell für nachahmenswert: "Vom Gehaltsgefüge her ist das Rangnick-Modell sicher das, was am wenigsten Probleme und Unzufriedenheit mit sich bringt."
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Nach einer anderen Devise wird unter anderem bei Werder Bremen verfahren. Trainer Thomas Schaaf verdient mit geschätzten 1,5 Millionen Euro im Jahr nur einen Bruchteil der 4,2 Millionen Euro, auf die Torsten Frings kommen soll. Hertha BSC sollen die Dienste von Nationalspieler Arne Friedrich 3,5 Millionen Euro im Jahr wert sein, während Trainer Lucien Favre mit 800.000 Euro regelrecht günstig ist. Die größte Diskrepanz tut sich beim VfB Stuttgart auf. Neu-Trainer Markus Babbel soll 600.000 Euro im Jahr erhalten, wohingegen Torwart Jens Lehmann auf 3,5 Millionen Euro im Jahr geschätzt wird.
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Quelle: t-online.de
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