26.06.2009, 17:40 Uhr
Matchwinner Beck feiert mit Boateng den Siegtreffer. (Foto: dpa)Nur noch ein Schritt trennt die deutsche U-21-Nationalmannschaft vom großen Triumph. Durch ein 1:0 (0:0) im Halbfinale gegen Italien zog die Elf von Trainer Horst Hrubesch ins Endspiel am Montag in Malmö ein und trifft dort auf England. Die Engländer hatten sich im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Schweden durchgesetzt. Das entscheidende Tor für das DFB-Team erzielte Andreas Beck in der 48. Minute.
"Heute haben wir ein ganz anders Gesicht gezeigt als in den Gruppenspielen. Und jetzt wollen wir natürlich auch das Finale gewinnen", sagte Hrubesch.
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Die deutsche Mannschaft startete vor 10.500 Zuschauern engagiert. In der fünften Minute setzte Benedikt Höwedes, der den verletzten Sami Khedira als Kapitän vertrat, das Spielgerät per Kopf knapp über den Querbalken (5.). Nur eine Minute später scheiterte Dennis Aogo mit einem gefährlichen Aufsetzer aus rund 20 Metern am italienischen Schlussmann Andrea Consigli. Auf der anderen Seite lenkte Keeper Manuel Neuer einen Schuss von Sebastian Giovinco zur Ecke (7.). Diese setzte Marco Andreolli an die Latte (8.).
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Auch danach setzten die Italiener in einer temporeichen Partie die Akzente, während es der deutschen Mannschaft im Spiel nach vorn an der Genauigkeit fehlte. Im Anschluss an eine Ecke stieg Kapitän Marco Motta am Fünfmeterraum fast unbedrängt hoch, aber Neuer verhinderte mit einer Glanzparade den Rückstand (18.). Auch sechs Minuten vor der Pause war es Neuer, der bei einem 18-Meterschuss von Luca Cigarini das Remis hielt (39.). Während den Deutschen im Vorwärtsgang weiter wenig geling, vergab der Nachwuchs der Squadra Azzurra weiter leichtfertig Chancen. In der 43. Minute rettete Marko Marin nach einem Schuss von Salvatore Bocchetti auf der Torlinie für den bereits geschlagenen Neuer (43.).
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Der zweite Durchgang begann dann mit einem Paukenschlag. Nach einer sehenswerten Ballstaffette im Mittelfeld nutzte Außenverteidiger Beck rechts seinen Freiraum und traf mit einem nicht unhaltbaren Schuss aus 27 Metern zur überraschenden deutschen Führung (48.). "Ich habe nur den Torwart vor mir gesehen und dachte, ich probiere es", sagte der Torschütze nach der Partie. Mit der Führung im Rücken zog sich die DFB-Auswahl etwas weiter zurück und versuchte gegen die wütend angreifenden Italiener durch Konter für Entlastung zu sorgen. Auch die Sprunggelenksverletzung von Marin, für den Änis Ben-Hatira kam, warf die Deutschen nicht aus der Bahn.
Italien war zwar überlegen, erspielte sich aber zunächst kaum Tormöglichkeiten. Die Schlussphase wurde dann aber zum Zitterspiel: Ben-Hatira holte einen Bocchetti-Kopfball von der Linie (73.), Neuer war bei einem Freistoß von Mario Balotelli zur Stelle (78.), Marco Andreollis Kopfball ging Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (82.) - dann stand Deutschland erstmals seit 1982 im EM-Endspiel.
Quelle: FUSSBALL.DE
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