23.06.2009, 09:18 Uhr
U-21-Coach Hrubesch bei der PK nach dem Einzug ins EM-Halbfinale. (Foto: dpa)Erstmals seit 1982 steht die deutsche U21-Nationalmannschaft wieder in einem EM-Halbfinale. Doch beim 1:1 gegen eine bereits qualifizierte englische B-Mannschaft bekleckerte sich das Team von Horst Hrubesch nicht gerade mit Ruhm. Lediglich zwei Torschüsse in 90 Minuten brachten die DFB-Bubis zustande. „Um Gottes Willen, ich sage gar nichts – aus Selbstschutz!“, wollte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer das Spiel lieber nicht kommentieren.
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Vor 6.000 Besuchern brachte der Leverkusener Gonzalo Castro (5. Minute) die insgesamt nicht überzeugende DFB-Auswahl in Halmstad früh in Führung, die Jack Rodwell (29.) für Gruppensieger England verdientermaßen egalisieren konnte. Immerhin kassierte keiner der sieben vorbelasteten Deutschen eine Gelbe Karte, so dass Hrubesch weiter aus dem Vollen schöpfen kann.
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„Ich hadere damit, dass wir früh das 1:0 machen und dann einfach nicht weiterspielen wollen. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht“, sagte Hrubesch nach dem Abpfiff. „Wir sind froh, dass wir unser Minimalziel erreicht haben“, meinte Kapitän Sami Khedira vom VfB Stuttgart. „Allerdings war die Art und Weise, wie das Ergebnis zustande kam, nicht okay. Dennoch sind wir stolz auf das, was wir erreicht haben.“
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Das können die DFB-Nachwuchskicker in der Tat sein. Und auch Sammer sollte sich mit Kritik zurückhalten. Schließlich agierte die U21 ganz nach dem Vorbild der Großen. Auch die A-Nationalmannschaft spielte bei großen Turnieren meist eher dürftig und stand oftmals trotzdem im Finale. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass die U21 in der Offensive ihre Probleme hat. Das Prunkstück bleibt die Abwehr. Nur ein Gegentor in den drei Gruppenspielen sprechen für sich. Und wie heißt es so schön: Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Titel.
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger gab gegenüber der „Bild“-Zeitung eine realistische Beurteilung ab: „Die junge Mannschaft hat viel erreicht. Aber es gibt keine zwei Meinungen: So reicht es nicht fürs Finale.“ Dort wartet der Sieger der Gruppe A. Der wird wahrscheinlich Italien heißen. Um gegen den fünfmaligen Europameister zu bestehen, muss eine deutliche Leistungssteigerung her.
Es wäre Manuel Neuer und Co. zu wünschen. Sollte am Ende der Titel rausspringen, hätte der DFB einen historischen Hattrick vollbracht. Nach den Turniersiegen der U19 im Vorjahr und der U 17 in diesem Mai wäre der Verband im Falle eines Turniersiegs für einen Monat im Besitz aller drei Europameistertitel im Jugendbereich.
Quelle: t-online.de , dpa
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