23.10.2008, 22:28 Uhr
Jubel beim FC Sevilla. (Foto: Reuters)Der VfB Stuttgart hat als einzige deutsche Mannschaft eine Niederlage zum Auftakt der Gruppenphase einstecken müssen. Die Schwaben verloren gegen den favorisierten FC Sevilla mit 2:0 (2:0). Ein Doppelschlag durch N'dri Romaric (15.) und Renato (16.) besiegelte die Pleite für den Außenseiter schon früh. Im nächsten Gruppenspiel am 6. November daheim gegen den serbischen Champion Partizan Belgrad gerät der VfB damit schon unter Zugzwang.
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Vor 30.000 begeisterten Fans im Stadion Sanchez Pizjuan sorgte der Zweite der spanischen Primera Division folglich schon vor der Halbzeit für klare Verhältnisse. Beim 0:1 machte dabei VfB-Keeper Jens Lehmann keine gute Figur, als ein direkter Freistoß des starken Ivorers Ndri Romaric aus 18 Metern in der Torwartecke einschlug (15.).
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Direkt im nächsten Angriff kassierten die geschockten Stuttgarter das zweite Gegentor. Der Brasilianer Renato (16.) verwandelte aus fünf Metern unhaltbar per Kopf eine Flanke von Abdoulay Konko. Die einzige große Chance zu einem Stuttgarter Tor besaß der spanische Schwabe Mario Gomez, der von der Strafraumgrenze nur den Pfosten traf (63.).
Coach Veh hatte den VfB defensiv ausgerichtet, und das sollte sich rächen. Gomez, zu dessen Heimspiel in der Nähe der Heimat seines Vaters eigens 25 Verwandte und Freunde angereist waren, hing als einzige Spitze zumeist in der Luft. In der Abwehr konnte die Rückkehr von Khalid Bolahrouz im Duell gegen seinen Ex-Klub nicht die erhoffte Stabilität geben.
Sevilla dominierte trotz extremer Verletzungssorgen das Spiel und drängte die Gäste mit aggressivem Pressing immer wieder in die eigene Hälfte. Erst nach einer halben Stunde wachten die von 300 Fans begleiteten Stuttgarter auf, bis auf einem 16-Meter-Schuss von Martin Lanig über das Tor (32.) sprang jedoch bis zur Pause keine Chance heraus.
Nach dem Wechsel brachte Veh den Acht-Millionen-Einkauf Ciprian Marica als zweiten Angreifer. Stuttgart wirkte danach mutiger, und Nationalspieler Thomas Hitzlsperger stellte Gäste-Keeper Andreas Palop mit einem 20-Meter-Schuss vor Probleme (51.). Nach dem Pfostentreffer von Gomez zog Sevilla das Tempo jedoch wieder an und vergab Chancen auf einen höheren Sieg. Der erste Stuttgarter Erfolg im Europacup gegen ein spanisches Team seit fast 20 Jahren war in keiner Phase des Spiels in Reichweite, stattdessen blieb Sevilla
auch im zehnten Saisonspiel ungeschlagen.
Die Schwaben müssen nun in den Duellen gegen Belgrad, bei Sampdoria Genua (27. November) und zuletzt gegen den belgischen Meister Standard Lüttich (18. Dezember) punkten. "Es wird schwer in dieser Gruppe Platz drei zu schaffen, aber wir wollen in die K.-o.-Runde", hatte Trainer Armin Veh erklärt. Nach den Eindrücken von Sevilla wird das noch schwerer als befürchtet.
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Quelle: dpa
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