25.01.2012, 15:14 Uhr
Die europäischen Top-Klubs stecken tief in der Schuldenfalle. Laut Angaben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) stiegen die Verluste im Jahr 2010 um 36 Prozent gegenüber 2009 auf 1,6 Milliarden Euro. Die höheren Verluste seien vor allem in den geringeren Transfereinnahmen begründet. Die UEFA präsentierte die niederschmetternden Zahlen nach einer zweitägigen Sitzung des Exekutivkomitees mit DFB-Präsident Theo Zwanziger als Mitglied im schweizerischen Nyon.
Laut Andrea Traverso, Chef für Lizenzierung und Financial Fair Play beim europäischen Kontinentalverband, schrieben 56 Prozent der Erstliga-Klubs rote Zahlen. "Wir müssen diesen Trend sehr schnell umkehren", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino. Hätte das neue Lizenzierungssystem bereits jetzt gegriffen, "hätten 13 Klubs den Test nicht bestanden", sagte Infantino.
Die UEFA hat sich mit dem Financial Fair Play zum Ziel gesetzt, dass Vereine, die mehr als fünf Millionen Euro Umsatz machen, nicht mehr Geld ausgeben dürfen, als sie einnehmen. Die Bilanzen werden erstmals 2013 geprüft. Um Übergangszeiten zu gewährleisten, dürfen 2013 bis 2015 in beiden Jahren noch 45 Millionen Miese geschrieben werden, danach bis 2018 nur 30 Millionen.
Ab dann gilt: Mehr als fünf Millionen Ausgaben über den Einnahmen sind nicht erlaubt. Laut des UEFA-Reports beliefen sich die Ausgaben der Klubs für Spielertransfers in 2010 auf 3,3 Milliarden Euro. Der Anteil der Spielergehälter am Budget betrug 64 Prozent und sei damit stabil geblieben.
Die 18 Profivereine der Bundesliga haben dagegen in der Saison 2010/11 mit einem Umsatz von 1,94 Milliarden Euro zum siebten Mal in Serie für einen Rekord gesorgt. Alle 36 Klubs der ersten und zweiten Liga zusammen erwirtschafteten einen Umsatz von 2,23 Milliarden Euro. Diese Zahlen gab Christian Seifert, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), bekannt. Für die erste Liga bedeutet das eine Umsatzsteigerung um zehn Prozent. "Es spricht einiges dafür, dass die Bundesliga in Richtung Zwei-Milliarden-Grenze geht", sagte Seifert.
Nachdem die 18 Erstliga-Vereine in der Saison 2009/2010 noch einen Verlust von 78 Millionen Euro verzeichnen mussten, erwirtschafteten sie in der vergangenen Spielzeit einen Gewinn von 52,5 Millionen Euro. Auch bei den Zuschauerzahlen präsentierte die DFL einen neuen Bestwert. Durchschnittlich 42.101 Fans wollten in der abgelaufenen Saison die Bundesliga-Partien in den Stadien sehen - der siebte Zuschauerrekord in den vergangenen zehn Jahren und weltweiter Spitzenwert.
Sorgenkind der DFL bleibt das Unterhaus. "Grundsätzlich ist die 2. Liga aus wirtschaftlicher Sicht eine Baustelle", sagte Seifert. Die Spielklasse verringerte zwar ihren Verlust von 25,4 Millionen Euro in der Saison 2009/2010 auf jetzt 18,9 Millionen Euro, doch nur acht von 18 Klubs weisen einen Gewinn auf.
Quelle: dpa , sid
heinzi schrieb:
am 25. Januar 2012 um 18:12:56
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kosten
es geht weltweit im fussball kaum noch um den Volkssport Nr 1, sondern nur noch um geld. und solange management-idioten den
raffzähnen wie farfan diese nicht ziehen, bleibt es so.
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Trainer schrieb:
am 25. Januar 2012 um 18:04:04
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Geld
Ich liebe Fussball aber nicht um jeden Preis! Werde weder "Sky" noch andere Sender abonnieren. Die meisten Spieler sind um
Längen überbezahlt! Selbst durchschnittliche Spieler verdienen zu viel für "ihren Spaß!" Ohne uns Zuschauer stirbt der Fussball ganz schnell bzw. normalisiert sich wieder. Wir haben die Macht!
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Peter schrieb:
am 25. Januar 2012 um 16:46:09
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zu Ich
@Ich, wenn du alles mal ganz nüchtern betrachtest, dann würdest du feststellen, dass das ganze leben teurer wurde :-)
hat jetzt
nichts mit fußball zu tun, aber doch ein schöner vergleich.
Tagesticket Heide-Park Soltau ( ja ja, nicht lachen )
1990 - ca 20DM
2012 - 37€
alles klar ;-)
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