15.09.2008, 16:10 Uhr
Trainer Lucien Favre will nicht mehr über Marko Pantelic diskutieren. (Foto: imago) Vom Konflikt um den falschen Elfmeterschützen will Lucien Favre nichts mehr wissen. Den Hertha-Coach interessiert nur St. Patrick's Athletic. "Das ist jetzt vorbei. Ich habe keine Lust, darüber zu sprechen", sagte Favre vor dem UEFA-Pokal-Hinspiel der Berliner am Dienstag (ab 17.45 Uhr im Live-Ticker von t-online.de) gegen den irischen Tabellen-Zweiten zu den Debatten um Marko Pantelic.
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Die Hertha-Chefs hatten mit einem absoluten Elfmeter-Verbot für den Torjäger auf den vierten vergebenen Versuch des Serben reagiert, der im Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg gar nicht schießen sollte. Doch Pantelic selbst sieht sich weiter als potenziellen Strafstoß-Verwerter: "Ich habe viele Tore geschossen und vorbereitet. Wir werden sehen, wer das nächste Mal antritt."
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Sowohl Favre als auch Manager Dieter Hoeneß versuchten zu verhindern, dass der Pantelic-Konflikt zu einer größeren Gefahr für das Binnenklima wird. Die Verantwortlichen wollen zum Alltag zurückzukehren. Er habe seinem Stürmer, der mit Hertha seit Monaten um eine Verlängerung seines zu Saisonende auslaufenden Vertrages pokert, beim Fußball-Tennis auf dem Trainingsplatz zu dessen 30. Geburtstag gratuliert, erzählte Favre lächelnd.
Hoeneß warnte vor einer Verschärfung der Debatte: "Je öfter wir darüber diskutieren, umso schwieriger wird es für den Spieler, der den nächsten Elfmeter schießt." Geradezu "wunderbar" sei die schnelle Möglichkeit, nun gegen St. Patrick's "die eine oder andere Frustsituation wegspielen zu können", sagte Hoeneß. Auf Hilfe von außen darf sich die Mannschaft, die ohne den angeschlagenen Patrick Ebert auskommen muss, nicht verlassen. Gerade einmal 7000 der 74.400 Plätze im Olympiastadion sind verkauft, es droht ein Geisterspiel.
Angesichts der anstehenden englischen Wochen will Favre "ein wenig dosieren", Profis wie Pal Dardai oder Fabian Lustenberger könnten in die Startelf rotieren. Allerdings warnte der Schweizer vor den unbequemen Iren, die in der Qualifikation immerhin den schwedischen Tabellen-Zweiten Elfsborg geschlagen hatten: "Sie spielen typisch britisch, gehen in jeden Zweikampf, rennen bis zur 95. Minute. Wenn wir denken, wir können nur mit 80 Prozent spielen, werden wir eine große Überraschung erleben."
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Hertha: Drobny - Friedrich, Kaka, Simunic, Stein - Piszczek, Lustenberger, Dardai, Cicero - Woronin, Pantelic.
St. Patrick's: Ryan - O'Cearuill, Harris, Lynch - Dempsey, Fahey, Guy, Kirby, O'Brian - Fitzpatrick, Quigley.
Schiedsrichter: Mikulski (Polen).
Quelle: t-online.de , dpa
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