04.09.2010, 09:27 Uhr | dpa
Die zweite Runde der US Open ist Endstation für Philipp Kohlschreiber. (Foto: imago)
Die deutschen Tennis-Herren haben bei den US Open in New York ein Debakel erlebt. Mit Benjamin Becker und Philipp Kohlschreiber sind die letzten beiden der elf gestarteten Deutschen in der zweiten Runde des Grand-Slam-Turniers ausgeschieden. Wie schon 2008 steht somit kein Deutscher beim mit 22,6 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Event von Flushing Meadows in Runde drei.
Kohlschreiber verlor sein spannendes Fünf-Satz-Match nach 2:44 Stunden gegen Gilles Simon aus Frankreich mit 6:4, 3:6, 6:1, 1:6, 3:6. Becker hingegen stand gegen den starken Spanier David Ferrer auf verlorenem Posten und unterlag in 2:09 Stunden klar mit 3:6, 4:6, 4:6. "Ich habe alles versucht, meine Taktik gut umgesetzt, bin viel ans Netz gegangen, aber er war einfach zu gut und das muss man anerkennen", meinte Becker.
Auf den Tag genau vier Jahre zuvor hatte er durch einen Viersatz-Sieg in der dritten Runde gegen den US-Amerikaner Andre Agassi noch dessen Karriere beendet. Auf dem besten Weg in die Runde der besten 32 war bereits Kohlschreiber. Die deutsche Nummer eins hatte den dritten Durchgang souverän mit 6:1 gewonnen und führte nach Sätzen mit 2:1. Anschließend verlor er jedoch völlig seine Linie.
"Es war wie eine Achterbahn heute. Jedes Mal, wenn ich vorne war, habe ich ihn wieder zurück ins Spiel kommen lassen", ärgerte sich Kohlschreiber über den verpassten Drittrunden-Einzug und somit ein Match gegen Rafael Nadal.
Der Weltranglisten-Erste hatte zwar gegen Denis Istomin aus Usbekistan durchaus Probleme und lag im Tie-Break des zweites Satzes bereits mit 1:5 zurück, dennoch gewann der Spanier letztlich glatt in drei Sätzen mit 6:2, 7:6 (7:5), 7:5. Der Weltranglisten-Vierte Andy Murray besiegte den Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown mit 7:5, 6:3, 6:0.
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Klare Zweisatz-Siege konnten bei den Frauen Titelverteidigerin Kim Clijsters und Mitfavoritin Venus Williams verbuchen. Clijsters zog nach einem 0:3-Satzrückstand zu Beginn letztlich mühelos dank eines 6:3, 6:0-Triumphes gegen Petra Kvitova aus Tschechien ins Achtelfinale ein. Williams hatte vor den Augen ihrer verletzten Schwester Serena mit der Luxemburgerin Mandy Minella keine Probleme (6:2, 6:1).
Den Sprung in die Runde der besten 16 schafften zudem die russische Olympiasiegerin Jelena Dementjewa, French Open-Gewinnerin Francesca Schiavone (Italien) sowie ihre Finalgegnerin von Paris, Samantha Stosur aus Australien.
Quelle: dpa
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