16.08.2010, 08:29 Uhr | dpa
Der Start in die "Traum-Ehe" war alles andere als standesgemäß. Lediglich eine lapidare Pressemitteilung verkündete die Zusammenarbeit des italienischen Herstellers Ducati und Motorrad-Superstar Valentino Rossi. Von Januar 2011 an gehen die beiden Erfolgsmarken "Made in Italy" zusammen an den Start.
"Sobald er zum ersten Mal eine Ducati fährt, werden wir zusammen an jedem noch so kleinen Detail arbeiten, um ein Motorrad zu entwickeln, welches sein großartiges Talent voll zur Geltung bringen wird", versprach Filippo Preziosi, Generaldirektor von Ducati Corse. Rossi sagte: "Nach sieben Jahren bei Yamaha ist die Zeit reif für eine neue Herausforderung." Und genau auf diese Nachricht hatte die Grand-Prix-Welt schon so lange und so sehnsüchtig gewartet. Nun ist es soweit, zwei Jahre lang wird der bislang neunmalige Champion versuchen, die als widerspenstig geltende "Rote" aus Bologna zu zähmen und mit ihr neue Gipfel zu erklimmen.
Dass es überhaupt zum Wechsel kam, ist der Stärke von Rossis Noch-Teamkollegen und Erzrivale Jorge Lorenzo zu verdanken. Dem Spanier ist der Titel in der "Königsklasse" MotoGP kaum noch zu nehmen. Das wurmt den "Doctor". Immerhin war er es, der mit seinem Einstieg 2004 bei Yamaha das bis dahin zweitklassige Motorrad wieder konkurrenzfähig machte und bislang vier Titel für die Japaner einfuhr.
Dass nun andere die Früchte seiner Arbeit ernten, schlug Rossi ebenso auf den Magen wie die kolportierte Uneinigkeit der beiden Seiten beim zukünftigen Gehalt des Piloten. Dies machte sich Ducati, unterstützt von potenten Geldgebern, zunutze. Angeblich 13 Millionen Euro soll Rossi jährlich erhalten.
Das Warum und Wie der neuen Zusammenarbeit ist den Italienern völlig egal. "Das ist die Nachricht des Jahrzehnts. Jetzt gibt es wieder ein rein italienischen Siegerteam. Valentino und Ducati können ein neues Wunder vollbringen und seit 1972 den ersten rein italienischen WM-Sieg in der Königsklasse einfahren", jubelte die "La Gazzetta dello Sport" auf ihrer Homepage. Vor 38 Jahren hatte der legendäre Giacomo Agostini auf einer MV Agusta triumphiert.
Für den "Corriere dello Sport" ist es die "Hochzeit des Jahres" und "Tuttosport" verkündet in großen Lettern: "Rossi wird Rot". Mit dem Wechsel zum italienischen Erfolgshersteller Ducati sollten nun aber die Stimmen endgültig verstimmen, die Rossi in der Formel 1 bei Ferrari sehen wollen.
Biaggi und Co. scheiterten an der "Roten"
Rossi hat gerade bei Yamaha gezeigt, dass er schnell auch mit anderen Maschinen umgehen kann. Wenn er das bei Ducati auch schafft, macht er sich in Italien unsterblich. Denn die "Rote" gilt als schwer zu beherrschen. Viele Motorrad-Größen wie Max Biaggi (Italien), Sete Gibernau (Spanien) oder Nicky Hayden (USA) scheiterten. Nur der Australier Casey Stoner, der 2007 die WM nach Bologna holte, und ansatzweise Loris Capirossi (Italien) bändigten die "Wilde".
Rossi, der von vielen nur "Vale" gerufen wird, hat mit seinem technischen Superhirn Jeremy Burgess im Gepäck eine Menge Arbeit vor sich, die frühestens nach dem Saisonende im November in Valencia beginnen kann. Möglich ist auch, dass Yamaha seinem fliehenden Angestellten aber auch erst ab 1. Januar 2011 die Freigabe erteilt. Dann würde die Zeit knapp, um gleich im ersten Jahr nach der Krone greifen zu können.
Quelle: dpa
zorro schrieb:
am 17. August 2010 um 17:09:07
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Jorge und Rossi
Warum ist Jorge der Titel kaum noch zu nehmen. Könnte es an Rossis Unfall liegen und der damit verbundenen
Beeinträchtigung? Was ich oben lese hört sich eher so an als ob Jorge trotz Rossi so überlegen führt.
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DucM900 schrieb:
am 17. August 2010 um 15:02:54
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Gott sei Dank
ENDLICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe so viele Jahre darauf gewartet. Als Duc Fahrer und Fan und Fan von Vale seit seinen
Anfängen schlugen immer zwei Herzen in meiner Brust.
Er hat vielen seiner Fans den größten Wunsch erfüllt.
(und sich noch mal einer großen Aufgabe gewidmet)
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Suzidriver schrieb:
am 17. August 2010 um 12:02:53
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Rossi
Oh je, da hat sich der Doctor eine menge Arbeit aufgeladen. Die Ducati gilt nicht zu unrecht als Biest. Ich hoffe dass Rossi und
Burgess das Motorrad fahrbahr machen. Für die WM wäre das eine tolle Sache, wenn Ducati wieder voll in der Meisterschaft mitspielt. Also dann Ducati, viel Glück mit dem Doctor und ich hoffe auf eine spannende und siegreiche Saison 2011.
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