30.10.2011, 12:00 Uhr | t-online.de / ngo
Sebastian Vettel jubelt nach seinem Sieg in Indien. (Quelle: xpb)
Der 13. Pole Position der Saison folgte der elfte Sieg: Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull Racing) gewinnt das Premieren-Rennen in Indien und unterstreicht damit einmal mehr seine herausragenden Leistungen in der laufenden Saison. Neben dem Deutschen stehen Jenson Button (McLaren-Mercedes) und Fernando Alonso (Ferrari) auf dem Podium.
Für Michael Schumacher wurde der Große Preis von Indien nach dem verkorksten Qualifying zu einem kleinen Highlight. Der Rekordweltmeister fuhr von Rang elf bis auf Platz fünf nach vorne.
Den Grundstein für den erneuten Erfolg legte Sebastian Vettel bereits im Qualifying. Mit seinem letzten Versuch sicherte er sich die Pole Position vor seinem Teamkollegen. Der bis dato einzige echte Gegner hatte sich bereits am Trainings-Freitag aus dem Kampf um die erste Startreihe verabschiedet. Lewis Hamilton fuhr im ersten Training seine Bestzeit unter doppelt geschwenkten Gelben Flaggen - und wurde dafür von der Rennleitung mit einer Versetzung um drei Startplätze bestraft. Dadurch reichte seine zweitbeste Zeit im Qualifying nur zu Startplatz fünf.
Und selbst diesen konnte er beim Start nicht verteidigen. Während Vettel an der Spitze wie gewohnt davonzog, musste Hamilton Ferrari-Pilot Felipe Massa den Vortritt lassen. Jenson Button schnappte sich zunächst Fernando Alonso, eher er noch in der ersten Runde Vettels Teamkollegen Mark Webber überholte. Die beiden kämpfen noch um den zweiten Platz in der Fahrerwertung. Im hinteren Drittel des Feldes kam es zu kleineren Kollisionen, denen Kamui Kobayshi zum Opfer fiel.
Der Mercedes-GP-Pilot ist trotzdem zufrieden mit der Premiere in Indien. zum Video
Zwischen Webber und Button entwickelte sich ein spannendes Duell um den zweiten Platz. Webber attackierte, Button konterte. Vorbei kam Webber nicht, und so ging es in dieser Reihenfolge durch das erste Drittel des Rennens. Erst nach 16 Runden kamen die ersten Piloten zum Boxenstopp. Die weichere Mischung, welche Reifenhersteller Pirelli an diesem Wochenende den Teams zur Verfügung stellte, war nicht nur deutlich schneller - die Pneus hielten auch den Belastungen deutlich besser Stand, als die härteren Gummis.
Der erste Service-Reigen brachte allerdings keinerlei Bewegung ins Klassement. Vettel führte das Feld weiterhin an, Button, Webber, Alonso und Massa folgten mit deutlichem Abstand. Michael Schumacher hatte sich derweil um drei Plätze bis auf Rang acht vorgekämpft.
In der 25. Runde krachte es dann zwischen zwei alten Bekannten: Hamilton und Massa, die in dieser Saison schon mehrfach auf der Strecke aneinander geraten waren. Hamilton setzte an, den Brasilianer zu überholen, zog neben ihn - Massa machte plötzlich die Tür zu, Hamilton hatte keinen Platz mehr, auszuweichen. Es kam zum Unfall, in dem Hamiltons Frontflügel beschädigt wurde. Massa wurde dafür von der Rennleitung mit einer Durchfahrtstrafe belegt.
Kurze Zeit später war der Grand Prix für Massa dann beendet. Wie schon im Qualifying fuhr der Brasilianer zu hart über die Randsteine - und wieder brach eine vordere Radaufhängung. "Es ist schon wieder passiert", schimpfte Massa per Boxenfunk. Der Grund für Massas Aus, die orangefarbenen Kerbs hinter den eigentlichen Randsteinen, wurde sofort an Schumacher gefunkt: "Deine Geschwindigkeit ist super, aber pass auf diese Dinger auf."
Beim Wechsel von der weichen auf die harte Mischung verlor Webber seinen dritten Platz an Alonso. Der Spanier blieb zwei Runden länger auf der weicheren Mischung auf der Strecke und machte damit genau die Sekunden gut, die er brauchte, um am Australier vorbeizuziehen. Webber hatte keine Chance, den Ferrari des Spaniers in einen Zweikampf zu verwickeln und verpasste so am Ende einen Platz auf dem Podium - und büßte wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei in der WM ein.
Vettel hatte zu diesem Zeitpunkt den Sieg zwar vor Augen, aber noch nicht sicher. Der Weltmeister führte das Rennen nach wie vor an, sein Vorsprung auf Button betrug aber nur knapp fünf Sekunden. Ein kleiner Fehler beim noch ausstehenden Boxenstopp hätte das Blatt zugunsten des Briten wenden können.
Doch wie man es von Red Bull Racing gewohnt ist, verlief der Stopp ohne Zwischenfälle und reibungslos. Vettels Vorsprung auf Button, der eine Runde zuvor zum Reifenwechsel fuhr, war allerdings um eine Sekunde geschrumpft. Buttons Vorteil: Durch den früheren Stopp hatten seine Reifen bereits die richtige Temperatur, auf die Vettel seine Gummis erst noch bringen musste. Vettel blieb aber bis zum Ende des Rennens an der Spitze und holte sich so den elften Sieg in der laufenden Saison.
Unterdessen konnte Schumacher am längsten auf den weichen Reifen seine Runden drehen - und genau das spülte ihn bis auf Rang fünf nach vorne. Der Rekordweltmeister beendete das Rennen vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg und war damit nach Vettel der beste deutsche Pilot im Fahrerfeld.
Quelle: t-online.de
Ale schrieb:
am 30. Oktober 2011 um 19:05:49
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Vettel Schumi
Vettel ist jetzt schon der beste deutsche Rennfahrer aller Zeiten.
Er hat noch nie an seinem Fahrzeug manipuliert bzw. andere
unfair von der Piste gedrängt.
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frank schrieb:
am 30. Oktober 2011 um 19:01:20
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@Heiner
Heiner, du hast Recht - fahrerisch und über ein Rennen gesehen ist Schumi immer noch unter den Top 3 und wenn er in 2012 nicht nur
das gute Auto hat, es muss noch nicht mal überlegen sein und endlich diese dumme Quali in den Griff bekommt, dann werden wir wohl ein deutsch-deutsches Duell um den Titel erleben, sofern Nico nicht auch noch dazukommt. Die Zukunft sieht auf jeden Fall gut aus und in 2012 sollte Mercedes endlich das Auto haben, damit die beiden endlich immer wieder aufs Podium kommen.
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frank schrieb:
am 30. Oktober 2011 um 18:57:23
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@Alfonso
Auch wenn Vettel Rennen für Rennen gewinnt - in diesem Feld den 5. Platz zu belegen, mit unterlegenem Material ist wahrhaftig eine
wirklich würdige Leistung. Endlich mal jemand , der wahrscheinlich, wer immer unser bester u. grösster F1 - Fahrer bleiben wird. Denn mit ihm hat alles angefangen und das vergessen viel zu viele Menschen !
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