24.07.2011, 15:25 Uhr
Sebastian Vettels Punktepolster in der Gesamtwertung schrumpft. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Vom Nürburgring berichtet Norman Gosch
Die Pole Position verpasst, den ersten Heimsieg verpasst - und sogar ein Platz auf dem Podium blieb Sebastian Vettel an diesem Wochenende verwehrt. Der Weltmeister konnte ausgerechnet beim Großen Preis von Deutschland die in der laufenden Saison bis dato gezeigte Dominanz nicht abrufen und beendete das Rennen auf Platz vier. Der Sieg ging unterdessen an Lewis Hamilton. Der Brite sorgte für einige Highlights in einem durch und durch spannenden und spektakulären Rennen. Neben ihm auf dem Podium standen Fernando Alonso und Mark Webber.
In der Fahrerwertung hat Vettel (216 Punkte) zwar minimal an Vorsprung eingebüßt. Doch dank seiner sechs Siege und drei zweiten Plätzen in den ersten neun Rennen liegen noch immer 77 Punkte zwischen ihm und Webber (139). Red Bull Racing führt in der Teamwertung mit jetzt 355 Punkten souverän an.
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Schon beim Start zeigte Vettel ungewohnte Schwächen. Fernando Alonso überholte den Deutschen und schnappte sich dessen dritten Platz. Zwar konnte Vettel noch einmal kontern, doch nur wenige Runden später war das Rennen dann quasi gelaufen. Nach einer erneuten Duell-Schlappe gegen Alonso verlor Vettel unmittelbar nach dem Schumacher-S die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte weit in die Auslaufzone. Vettel verlor rund acht Sekunden und konnte diesen Abstand bis zum Ende des Rennens nicht wieder aufholen.
Ein Highlight gab es für ihn dann aber doch. In der allerletzten Runde kam er zeitgleich mit dem vor ihm liegenden Felipe Massa in die Box - und schnappte sich den Brasilianer. Der so gewonnene vierte Platz war aber nicht viel mehr als ein Trostpflaster für Vettel.
Aber auch ohne ihren Lokalmatadoren hatten die Fans in der Eifel jede Menge Grund zu Jubeln. Denn Lewis Hamilton, Mark Webber und Fernando Alonso lieferten sich an der Spitze einen Dreikampf, wie man in der Formel 1 lange nicht gesehen hatte. Zunächst verlor Webber beim Start die Führung an Hamilton. Zwischen den beiden kam es dann zu einem heißen Doppelmanöver, bei dem erst Webber eingangs der Start- und Zielgeraden Hamilton kassierte, ehe der Brite am Ende der gleichen Geraden zurückschlug.
Durch den ersten Boxenstopp übernahm Webber aber wieder die Rolle des Spitzenreiters. Erst der zweite Teil des Service-Reigens brachte dann wieder etwas Bewegung ins Klassement. Alonso übernahm kurzzeitig die Führung vor Webber - bis Hamilton sich mit eisernem Willen und der ihm typischen Art ausgangs der Boxengasse gleich an beiden Rivalen vorbeipresste,
Zehn Runden vor Ende nahm das Rennen dann die entscheidende Wende. Während Hamilton und Alonso zum dritten Mal an die Box kamen, da ihre Reifen den Strapazen auf der Strecke Tribut zollen mussten, spulte Webber fröhlich weiter seine Kilometer ab.
Erst vier Runden vor Schluss kam der Australier zum letzten Wechsel. Gebracht hatte es ihm aber nichts mehr, Webber blieb auf Rang drei hinter Hamilton und Alonso. In dieser Reihenfolge kamen sie dann auch ins Ziel.
Für die fünf übrigen deutschen Piloten neben Vettel war das Rennen einmal mehr eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Während sich Nick Heidfeld durch einen Auffahrunfall mit Sebastien Buémi selbst ins Kiesbett katapultierte, konnte sich Adrian Sutil über einen starken sechsten Platz freuen.
Nico Rosberg wurde Siebter, Michael Schumacher beendete das Rennen auf Rang acht. Dabei wäre deutlich mehr drin gewesen für den Rekordweltmeister. Doch er drehte sich exakt an der gleichen Stelle wie vor ihm Vettel. Das kostete Schumacher wichtige Sekunden. Für Timo Glock, der am frühen Morgen noch die Vertragsverlängerung mit Marussia Virgin verkündete, wurde es ein der Leistungsfähigkeit des Wagens entsprechender 17. Platz.
Quelle: t-online.de
Franz schrieb:
am 24. Juli 2011 um 19:41:49
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4. Platz
Ich denke daß Sebastian Vettel noch Gelegenheiten für 1. Plätze bekommen und sie auch nutzen wird. Erstaunlich finde ich die
Argumentation des Artikel-Autors über die letzten Reifenwechsel von Hamilton, Alonso und Co. Da scheint ein gewisses Regelunverständnis vorhanden zu sein. Einige der Kommentarschreiben wären wohl auch gerne Vettel, haben es aber nicht drauf. Neid ist eher keine Tugend.
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Alfonsine schrieb:
am 24. Juli 2011 um 19:30:04
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Vettel
Wenn Seppelchen kein Auto hat, dass konkurrenzlos schneller ist hat er genau die gleichen Probleme wie alle anderen auch, er ist kein
Superstar. Gebt MS mal eingutes Auto, dann seht ihr nicht mal mehr die Rücklichter
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Realität schrieb:
am 24. Juli 2011 um 19:28:28
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Vettel
Das Resultat ist für Vettel sehr gut. Man wird nicht jedes Rennen gewinnen können. Daher muss man in den Rennen, in denen es nicht
so gut läuft, so viele Punkte wie möglich holen. Genau das hat Sebastian gemacht. Das zeigt auch die Klasse eines Rennfahrers. Der Schwachsinn, den "Ditzi" schreibt, muss man eigentlich nicht kommentieren. Fakt ist: Vettel ist nicht mit Glück, sondern mit sehr viel Können Weltmeister geworden. Einen Alonso muss man im Endspurt einer Saison erst mal schlagen !
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