15.12.2011, 14:00 Uhr | t-online.de
Auch das Team New Zealand muss durch gefährliche Gewässer schippern. (Quelle: imago)
Das Volvo Ocean Race gilt als eine der härtesten Regatten im Segelsport. Alle drei Jahre segeln bis zu acht Teams einmal um die ganze Welt und legen dabei über 45.000 Kilometer zurück. Auf der Route durch den Atlantik, den Südpazifik und den Indischen Ozean haben die Teilnehmer mit orkanartigen Stürmen und gigantischen Wellen zu kämpfen. Ende Oktober sind wieder sechs Boote in See gestochen, doch diesmal lauern noch ganz andere Gefahren.
Die Route des Volvo Ocean Race 2011/12 führt die Crews mit ihren millionenschweren Schiffen auf der derzeit laufenden zweiten Etappe durch die gefährlichsten Piraten-Gewässer der Gegenwart. Laut des International Maritime Bureau (IMB) wurden alleine in diesem Jahr 230 Schiffe von somalischen Piraten angegriffen, 26 davon wurden gekapert und 15 Menschen ließen dabei ihr Leben.
"Ganz wohl ist mir nicht, wenn ich daran denke, dass wir durch das weltweit bekannteste Piratengebiet müssen", sagte Hamish Hooper vom neuseeländischen Camper-Team gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Warum die Organisatoren diese Gefahr auf sich nehmen, liegt auf der Hand. Die Boote sollen unbedingt in Abu Dhabi einlaufen, denn das Emirat ist Hauptsponsor des Teams Abu Dhabi Ocean Racing.
Auf dem Weg dorthin müssen der Westindische Ozean, der Golf von Aden, das Somalia-Becken und die arabische See durchquert werden. Unter den in diesen Gewässern gekaperten Schiffen befanden sich auch etliche Segelyachten. Um die Gefahr auf ein Minimum zu reduzieren, haben sich die Macher einen Geheimplan einfallen lassen, der nur in groben Zügen bekannt ist. Laut "Süddeutsche Zeitung" sollen die Boote in den Gewässern über Madagaskar von der Positionspeilung verschwinden. Die Teams laufen dann einen geheimen Hafen an, wo sie auf einen Frachter verladen und von Kriegsschiffen eskortiert bis kurz vor Abu Dhabi gebracht werden.
Auf den letzten Kilometer treten die Teams dann in einer Sprintwertung gegeneinander an, die zu 20 Prozent in die Gesamtwertung der Etappe eingehen soll. Cheforganisator Knut Frostad versucht, die positiven Seiten des gewagten Vorhabens zu sehen: "Eine Notlösung, die uns wenigstens ein dramatisches Finish garantiert."
Die erste Etappe von Alicante nach Kapstadt, die mit mehreren Schäden und Mastbrüchen für Aufregung und Spannung sorgte, entschied die spanische Crew von Telefonica für sich. Das Team Puma Racing, mit dem Deutschen Michi Müller an Bord, belegte den vierten Rang.
Quelle: t-online.de
Fittipaldi schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 18:22:34
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Privat
Das ist doch eine reine Privatveranstaltung. Warum soll es dann eine Eskorte aus Kriegsschiffen geben? Wenn diese Idioten da
rumschippern müssen, dann sollten sie sich auch der Gefahr bewußt sein, der sie sich da aussetzen. Ansonsten kräftig zur Kasse bitten, so etwa 50 Millionen Euro je Schiff wären da durchaus angebracht.
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