05.05.2011, 19:06 Uhr
Der neue VW Polo R WRC. (Foto: dpa)
Nach dem historischen Dakar-Hattrick sucht VW mit dem Einstieg in die Rallye-WM eine neue Herausforderung. Von 2013 bis zunächst 2015 schickt der deutsche Autobauer beim Kampf um die Weltmeisterschaft seinen neuen Rallye-Polo an den Start. "Wir werden mit Feuereifer an dem Debüt des Polo R WRC in der Rallye-Weltmeisterschaft arbeiten und freuen uns schon jetzt auf den Moment, an dem er erstmals über die Startrampe rollt", sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn anlässlich der Präsentation des Engagements in Olbia auf Sardinien.
"Der Zeitpunkt zum Einstieg in die Rallye-WM ist für Volkswagen optimal", sagte Motorsportchef Kris Nissen.
Der deutsche Autobauer will bei der Rallye-Weltmeisterschaft mit dem Polo R WRC um den Titel mitfahren. zum Video
Nur dabei sein reicht Rückkehrer VW, der mit dem Golf GTI bereits 1986 in der Gruppe A den WM-Titel holte und mit Rallye-Legende Walter Röhrl im Audi Erfolge feierte, im Kampf vor allem gegen Seriensieger Citroen und Ford nicht. "Wir wollen sicher in absehbarer Zeit um den Titel mitfahren und ihn auch gewinnen", sagte Nissen: "Uns reizt die sportliche Herausforderung, ein Fahrzeug zu konstruieren, das gegen eine Vielzahl von Herausforderern konkurrenz- und siegfähig ist." Erlaubt sind von dieser Saison an Motoren mit maximal 1600 Kubikzentimeter Hubraum, Direkteinspritzung und Turboaufladung.
Welche Fahrer im Allrad-Polo mit einem rund 300 PS starken 1,6-Liter-TSI-Motor Gas geben werden, ist noch offen. Spekuliert wurde bereits, ob sich VW den Rekordchampion Sebastien Loeb angelt. Einem deutschen Piloten gegenüber wäre der deutsche Autobauer aber auch nicht abgeneigt. "Es wäre toll, wenn wir einen neuen Walter Röhrl in Deutschland hätten", sagte Nissen. "Das würde uns und der Weltmeisterschaft sicher helfen, grundsätzlich steht für uns aber die fahrerische Qualität über der Nationalität." 20 Monate haben die Wolfsburger bei ihrer Personalentscheidung noch Zeit. Bereits in diesem Jahr soll der Roll-out des neuen Wagens erfolgen, an dessen Konzept seit Februar gearbeitet wird. Am Ende der bereits laufenden Saison seien Starts mit Fahrzeugen der Volkswagen Konzern-Marke Škoda geplant, hieß es von VW.
Während in der Formel 1 in den vergangenen Jahren in Honda, Toyota und BMW drei Hersteller das Handtuch warfen, durfte sich die Rallye-WM bereits in diesem Jahr über Zuwachs freuen. BMW-Tochter Mini schickt bei sechs Läufen sein Rallye-Modell auf die Hatz über Stock und Stein. Insgesamt stehen in dieser Saison 13 Rennwochenenden auf dem Programm, vom 18. bis 21. August gehen die Fahrer bei der Deutschland-Auflage rund um Trier auf die Jagd nach Sekunden. An diesem Wochenende steigt die Rallye Sardinien, daher auch der Ort und Zeitpunkt der Präsentation der Neuausrichtung von VW.
VW will 2012 kein Werksteam zur legendären Dakar schicken. "Volkswagen hat bei der Rallye Dakar alle Ziele erreicht", sagte Nissen nach dem dritten Sieg in Serie in diesem Jahr mit einem Diesel-Touareg. Das Augenmerk liegt nun auf der Weltmeisterschaft. "Wer hier erfolgreich ist und im direkten Vergleich bei vielfältigen Herausforderungen besteht, wird auch auf den immer härter umkämpften Märkten bestehen", sagte Winterkorn.
Quelle: dpa
RM schrieb:
am 5. Mai 2011 um 19:57:04
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WM
Um wie viel hilfreicher wäre das gleiche Engagement in der Entwicklung sparsamer und bezahlbarer Autos. Im Moment freuen sich die
"Premiumhersteller" über satte Gewinne und verpassen dabei erneut, sich der unausweichlichen Realität anzupassen. Sie kassieren sie trotz satter Gewinne Steuergelder zur Entwicklung spritsparender Motoren. Produktentwicklung auf Kosten der Steuerzahler - da staunen andere Branchen .....
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TE schrieb:
am 5. Mai 2011 um 19:55:59
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VW in WM
VW in der Rallye WM, wie geil ist das denn....Sebastian Loeb spricht übrigens gut deutsch, vielleicht ist aber mal ein dann,
hoffentlich wieder genesener Robert Kubica, eine Option....
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DM schrieb:
am 5. Mai 2011 um 19:40:52
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VW in WM
Ich finds toll! Ist nicht so langweilig wie die F1.
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